A group of beach volleyball players and staff celebrate on the sand, holding a German flag, with cheering fans in the background.
Die Männer können den WM-Titel feiern. Foto: Jozo Cabraja/ kolektiff

Historischer Erfolg: DHB-Männer sind Beachhandball-Weltmeister

Frauen landen auf Platz fünf.

Die deutsche Männer-Nationalmannschaft hat sich im kroatischen Sand zu Beachhandball-Weltmeistern gekürt. Im Endspiel besiegte das Team von Bundestrainer Marten Franke Brasilien mit 2:0 und holte damit die erste Medaille einer deutschen Männermannschaft bei einer WM überhaupt.

Nach dem Europameister-Titel und dem Gewinn der World Games im vergangenen Jahr legte das Team von Bundestrainer Marten Franke nun auch bei der WM eine beeindruckende Performance hin, blieb bis zum Finale die einzige Mannschaft ohne Niederlage, bewies speziell in sechs Shoot-Out-Entscheidungen Nervenstärke und Weltklasse und setzte sich mit einem glatten 2:0 gegen Rekordweltmeister Brasilien die Krone auf. Mit 21:18 und 21:14 zog das DHB-Team den Südamerikanern den Zahn. Nach Abpfiff kannte der Jubel keine Grenzen.

„Das war ein überragendes Finale, wir haben noch nie ein so starkes Spiel gespielt wie heute“, war Franke nach Abpfiff begeistert. „Wir hatten einen Plan und haben alle möglichen Szenarien durchgespielt, angefangen mit dem Hochball, der genauso eingetreten ist. Ab da wussten wir: Der Plan ist gut und wir ziehen ihn voll durch.“ Besonders in der Rückschau wird der Bundestrainer demütig: „Wenn ich an den Dezember 2021 zurückdenke, als ich die Mannschaft übernommen habe, hätte ich mir damals nie träumen lassen, dass wir hier heute den Titel-Hattrick aus Europameisterschaft, World Games und Weltmeisterschaft feiern können. Jetzt sind wir einfach glücklich, genießen es und feiern ausgelassen!“

„Wir haben uns vor mehr als einem Jahrzehnt wieder zu Beachhandball als Leistungssport bekannt. Solch eine Entwicklung war unser Traum. Nach unseren Frauen 2022 und 2024 haben nun auch unsere Männer erstmals eine Weltmeisterschaft gewonnen. Das ist für Bundestrainer Marten Franke und sein gesamtes Team die Krönung der bisherigen Arbeit und ein Meilenstein für den deutschen Beachhandball. Dazu gratuliere ich von ganzem Herzen“, erklärte Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes.

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat die Beachhandball-Weltmeisterschaft in Kroatien auf Platz fünf abgeschlossen. Im letzten Platzierungsspiel sorgte die Mannschaft von Bundestrainer Alexander Novakovic mit einem 2:0-Erfolg über Griechenland für einen positiven Ausklang. 

„Die Mannschaft hat große Moral bewiesen, deshalb überwiegt am Ende der Stolz auf dieses Team“, erklärte Novakovic nach der letzten Partie. Die deutschen Frauen konnten 2022 und 2024 jeweils den Weltmeistertitel feiern, sind seit Jahren die Gejagten im Frauen-Beachhandball. Dieses Mal sollte es nicht für den großen Wurf reichen, nach der Viertelfinal-Niederlage gegen Brasilien nahm die DHB-Auswahl für zwei Siege und Platz fünf aber noch einmal alle Energie zusammen. „Wir müssen anerkennen, dass wir dieses Mal an der einen oder anderen Stelle nicht auf den Punkt da waren“, ergänzte der Bundestrainer. „Aber es zeigt gleichzeitig, dass die Erfolge der vergangenen Jahre keineswegs selbstverständlich waren, und welche Siegermentalität diese Mannschaft besitzt. Selbst nach einem Rückschlag wie dem Viertelfinal-Aus noch diese Moral und diesen Teamgeist zu beweisen – darauf können wir zurecht stolz sein.“ 

In der abschließenden Partie um Platz fünf sah der Coach noch einmal eine Energieleistung seiner Mannschaft. „Griechenland hat einen guten Ball gespielt, dafür haben wir es in beiden Halbzeiten clever gelöst.“ Speziell im ersten Durchgang blieb es bis zum Abpfiff spannend, die Griechinnen legten mit einem Punkt auf 17:16 drei Sekunden vor Schluss vermeintlich entscheidend vor – doch mit einem Specialist-Fernwurf von Pauline Borrmann – die laut Bundestrainer als „absoluter Youngster ein unglaublich tolles Spiel gemacht hat“ – holten sich die deutschen Frauen mit dem Schlusspfiff den 18:17-Satzsieg. In der zweiten Hälfte erspielte sich das Novakovic-Team dann eine Sechs-Tore-Führung und bejubelte am Ende ein 20:18 und damit den fünften Rang.

Quelle: DHB

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