Im Tabellenkeller geht es um jeden Punkt und von denen haben die “Lady Lions” erst zwei. Foto: HSG Hunte-Aue Löwen

Regionalliga: Kellerduelle en masse

Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen treffen der Tabellenletzte und -vorletzte aufeinander.

Eine Spielverlegung stand am vergangenen Wochenende noch nicht fest und soll hiermit nachgereicht werden:

Frauen:

  • SG Friedrichsfehn/Petersfehn vs. TV Hannover-Badenstedt II – neuer Termin: Donnerstag, 19. Februar, 20:00 Uhr.

Bei den Männern hingegen kam es unter der Woche zum ersten Nachholspiel. Dem MTV Großenheidorn stand eine „englische Woche“ bevor: Am Dienstag, den 20. Januar, wurde um 20:00 Uhr das ausgefallene MTV-Duell gegen Vorsfelde (wir berichteten) nachgeholt – Endstand: 28:33 (20:17) – Die Heidorner finden nach der Halbzeit nicht mehr zu ihrem Spiel, werfen in den zweiten 30 Minuten nur acht Tore und geben dadurch das Spiel aus der Hand.

Männer

Sprungbrett Regionalliga! Nachdem der MTV Vorsfelde bereits Anfang des Jahres den Wechsel von Top-Torschütze Lasse Giese zum eine Liga höher spielenden MTV Braunschweig bekanntgegeben hatte, legt nun auch der SV Beckdorf mit Transfernews nach. So schließt sich Jonas Gerkens – mit aktuell 100 Treffern Beckdorfs zweitbester Scorer – zur kommenden Saison dem VfL Fredenbeck an. Zudem zieht es Co-Trainer Philipp Warnholtz in die Handball-Bundesliga der Frauen: Er wird Teil des neuen Trainerteams beim Buxtehuder SV und dort weiterhin als Co-Trainer arbeiten.

Zum sportlichen: Während im Mittelfeld aktuell wenig Bewegung herrscht, bleibt der Tabellenkeller der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Männer weiterhin hochspannend und hart umkämpft. Auch wenn mit Grüppenbühren und Nienburg zwei Mannschaften abgeschlagen auf dem letzten bzw. vorletzten Platz stehen, ist mit Blick auf den drittletzten Platz, der eventuell auch einen Abstieg bedeuten kann, noch nichts entschieden. Hier sind mehrere Mannschaften in der Verlosung, die aktuell punktgleich oder nur durch wenige Zähler voneinander getrennt sind. Auch der letzte Spieltag hat seinen Teil zur Spannung beigetragen: Der SV Alfeld unterliegt dem SV Beckdorf mit sechs Toren Unterschied, Burgdorf gewinnt das Spitzenduell gegen Großenheidorn deutlich, Schaumburg kommt zuhause weiterhin nicht in Schwung und verliert gegen Cloppenburg, Hameln muss sich dem Northeimer HC geschlagen geben, Achim/Baden schießt Grüppenbühren ab und Vorsfelde holt sich zwei Punkte gegen Himmelsthür.

Der 17. Spieltag startet wie so häufig in Hildesheim – genauer gesagt im Stadtteil Himmelsthür. Die Grün-Weißen müssen sich am Samstag, den 24. Januar, um 16:45 Uhr dem neuen Ligaprimus aus Burgdorf stellen. Im Duell der Gegensätze kämpft die Heimmannschaft um den Klassenerhalt, während der Gast aus Burgdorf bereits mit einem Auge Richtung 3. Liga schielen kann. Himmelsthür, aktuell Tabellenzwölfter mit zwei Punkten Rückstand auf die Plätze elf bis neun, ist noch lange nicht durch und braucht weiterhin Punkte. Die TSV Burgdorf II hingegen kann sich eigentlich nur noch selbst schlagen und ist spätestens nach dem Sieg über Großenheidorn Aufstiegsaspirant Nummer 1.

Zwei Spiele stehen um 19:00 Uhr an:

SG Achim/Baden vs. HSG Schaumburg. Auf den ersten Blick unscheinbar, steckt doch eine Menge Spannung in dieser Partie. Während man sich in Schaumburg zuletzt bereits in sicheren Gefilden wähnte, könnte dieser Zustand schon bald der Vergangenheit angehören. Schließlich sitzen der HSG mit Himmelsthür, Achim/Baden, Alfeld und Cloppenburg gleich vier Mannschaften im Nacken, die sicher nichts dagegen hätten, einen weiteren Verein in ihren Reihen zu begrüßen. Sollte nämlich die SG gewinnen, schließt sie punktetechnisch auf die Schaumburger auf und zieht die HSG somit in die unangenehme und nicht ganz geklärte erweiterte Abstiegszone.

SV Beckdorf vs. TvdH Oldenburg. Wenn der SV Beckdorf am Wochenende den TvdH Oldenburg empfängt, ist Spannung garantiert – denn diese Paarung ist das Topspiel der Woche. Beide Teams gehören zur Spitzengruppe und liegen in der Tabelle nahezu gleichauf: Oldenburg rangiert aktuell auf Platz 4, Beckdorf direkt dahinter auf Platz 5. Der TvdH reist dabei mit einem Punkt Vorsprung an – und hat die Möglichkeit, den Abstand mit einem Auswärtssieg weiter auszubauen und sich im Kampf um die oberen Plätze etwas Luft zu verschaffen. Doch Beckdorf wird alles daransetzen, genau das zu verhindern: Mit zwei Punkten könnte der SV nicht nur den direkten Konkurrenten schlagen, sondern Oldenburg auch in der Tabelle überholen. Es ist also alles angerichtet für ein richtungsweisendes Duell: direkte Tabellennachbarn, enge Ausgangslage und echte Bedeutung für die Platzierungen im oberen Bereich.

Drei weitere Spiele starten eine halbe Stunde später, um 19:30 Uhr:

TV Cloppenburg vs. VfL Hameln. Der Lauf der Cloppenburger geht weiter – und das nicht unverdient! Beim 30:37-Auswärtserfolg gegen die HSG Schaumburg war man über weite Strecken das bessere Team und ließ in der Folge nichts anbrennen. Die letzte Niederlage ist datiert auf den 6. Dezember – seitdem gab es vier Siege aus vier Spielen – Chapeau! In Hameln sieht die Welt ganz anders aus: Hier wartet man seit drei Spielen auf Zählbares. Der Punkte-Vorsprung schmilzt entsprechend immer weiter – auch weil die Kellerkinder wider Erwarten zuletzt gut gepunktet haben.

MTV Großenheidorn vs. SV Alfeld. Obwohl die herbstlichen Temperaturen Schnee und Eis zum Schmelzen gebracht haben, leistete man sich in Großenheidorn am vergangenen Wochenende einen Ausrutscher. Im Spitzenspiel gegen Burgdorf kam man nicht in die gewohnten Abläufe, leistete sich zu viele Unkonzentriertheiten und verlor darüber hinaus zum Anfang der zweiten Halbzeit verletzungsbedingt Spielmacher Bausch – am Ende einfach zu viel, um gegen die Bundesligareserve Punkte mitzunehmen. Gegen Alfeld soll nun wieder die auf die Siegerstraße abgebogen werden.

HSG Nienburg vs. HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Fans und Interessierte haben es sicherlich vermisst: ein Kellerduell par excellence. Der Tabellenletzte aus Grüppenbühren gastiert beim Vorletzten aus Nienburg, der lediglich drei Punkte mehr auf dem Konto nachweisen kann. Mit Blick auf die Auswärtsmannschaft: Auch wenn die Hoffnung auf den Klassenerhalt inzwischen nur noch gering sein dürfte, will man das Abenteuer Regionalliga keinesfalls kampflos herschenken oder sich abschießen lassen. Vielmehr geht es darum, den Fans, die Woche für Woche den Weg in die Halle finden, zu zeigen, dass der damalige Aufstieg verdient war – und sich mit ansehnlichem, engagiertem Handball aus dieser Liga zu verabschieden. Den Blick auf die Heimmannschaft gerichtet: Will Nienburg noch einmal Anschluss an die erweiterte Abstiegszone finden, zählt in dieser Partie nur ein Sieg. Mit zwei Punkten würde man von sechs auf acht Zähler springen und die Hoffnung auf den Klassenerhalt zumindest wieder leicht aufglimmen lassen.

So häufig der Spieltag in Himmelsthür eröffnet wird, so regelmäßig findet er sein Ende in Northeim. Am Sonntag, den 25. Januar, empfängt der NHC um 17:00 Uhr die Männer des MTV Vorsfelde. Kann der NHC doch nochmal ins Rennen um Platz zwei einsteigen? Möglich ist das auf jeden Fall, schließlich spielen die Schwarz-Gelben noch gegen Burgdorf und Großenheidorn. Darüber hinaus verlor der Tabellenzweite aus Großenheidorn seine letzten beiden Spiele, was den Vorsprung von fünf auf einen Punkt hat schmelzen lassen. Zwei eigene Siege des NHC gegen das Spitzenduo und die Tabelle sähe plötzlich ganz anders aus. Bevor es dazu kommt, muss zwingend auch der MTV aus Vorsfelde besiegt werden, der ja bereits im Hinspiel gezeigt hat, dass er von der Idee überhaupt nicht begeistert ist. So setzte es am vierten Spieltag einen 35:33-Heimsieg der Vorsfelder, welcher zum damaligen Zeitpunkt die erste Niederlage für Northeim bedeutete.

Frauen

War das am vergangenen Spieltag schon die Vorentscheidung in Sachen Aufstieg? Es sieht stark danach aus – Altencelle und Garrel thronen einsam an der Spitze und haben mit Blick auf die Minuspunkte bereits einen Vorsprung von sieben Zählern. Der letzte Spieltag zusammengefasst: Garrel lässt gegen Wilhelmshaven nichts anbrennen und gewinnt in der Jadestadt mit 20:27, Hannover-Badenstedt II zahlt gegen den Aufsteiger aus Rosdorf Lehrgeld und verliert mit 14 Toren Unterschied, Hollenstedt rückt nach dem Sieg über Arsten auf drei Punkte an die Bremerinnen heran, Altencelle lässt erst der SG FriPe und dann dem WHV keine Chance, der Hannoversche SC erklimmt dank des Sieges über Oyten den dritten Tabellenplatz und die „Lady-Lions“ der HSG Hunte-Aue Löwen sind nach dem Unentschieden bei der HSG Stade/Fredenbeck nun seit zwei Spielen ungeschlagen.

Dem TV Oyten und der HSG Stade/Fredenbeck gebührt die Ehre, den nächsten Spieltag zu eröffnen. Am Samstag, den 24. Januar, um 15:00 Uhr treffen beide Mannschaften vor den Toren Bremens aufeinander. Im Hinspiel konnten die „Vampires“ aus Oyten in Stade/Fredenbeck ihren ersten Saisonsieg feiern, der damals Startpunkt einer kleinen Siegesserie war. Gute Vorzeichen also für das Team von Trainer Cordes. Nichtsdestotrotz wird die Aufgabe nicht leicht, da sich die HSG aktuell in bestechender Form zeigt: Die letzte Niederlage fing man sich im November – aus den letzten drei Spielen setzte es zwei Siege und ein Unentschieden.

Weiter geht’s um 15:30 Uhr, wenn der SV Altencelle beim MTV Rosdorf zu Gast ist. Liga-Neuling gegen Aufstiegsaspirant – die Favoritenrolle liegt klar bei der Auswärtsmannschaft. Zu unterschätzen ist die Heimmannschaft aus dem Landkreis Göttingen trotzdem nicht – erst am letzten Wochenende zeigte das Team ihr Können und schoss die Drittligareserve aus Badenstedt mit 14 Toren Unterschied ab. In Altencelle dürfte die Stimmung nach dem vergangenen Wochenende auch gut sein – zwei Siege aus zwei Spielen bedeuten folgerichtig wieder den Platz an der Sonne.

Für das Topspiel der Woche geht’s ab in den Tabellenkeller – dort, wo jeder Ball zählt und jeder Fehler doppelt weh tut. Um 16:30 Uhr steigt bei der HSG Hunte-Aue Löwen ein echtes Nervenspiel: Mit dem TV Hannover-Badenstedt II gastiert ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf zu diesem Vier-Punkte-Spiel. Für die „Lady Lions“, die seit zwei Partien ungeschlagen sind, bietet sich die große Chance, endlich den ersten Saisonsieg einzufahren und den Aufwärtstrend zu bestätigen. Gegen den zweiten Abstiegskandidaten aus der Landeshauptstadt stehen die Vorzeichen günstig – der kleine Lauf verleiht Selbstvertrauen und die Halle kann zum entscheidenden Faktor werden. Entsprechend dürfte die Favoritenrolle leicht bei der HSG liegen. Klar ist jedoch: Verlieren ist keine Option, denn wer weiß, vielleicht gibt ein Sieg nochmal einen Aufschwung für die verbleibenden Spiele.

Um 17:15 Uhr geht’s in Bremen weiter: Der TuS Komet Arsten lädt ein zu seinem Heimspiel gegen den Hannoverschen SC. Auch in diesem Spiel scheinen die Rollen klar verteilt: Während die Hannoveranerinnen auf dem dritten Platz stehen, verweilen die Bremerinnen auf Tabellenplatz neun. Das „Problem“ an der Sache ist jedoch die Heimstärke des TuS – fünf der bislang sechs Siege wurden in eigener Halle geholt, weswegen getrost von einer gewissen Heimstärke geredet werden kann. Ob der HSC dagegenhalten kann, wird sich spätestens nach Abpfiff der Partie zeigen – ein Heimsieg wäre jedoch keine wahnsinnige Überraschung.

Für das letzte Spiel des Tages begeben wir uns in den Landkreis Ammerland. Hier, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, steigt um 17:30 Uhr das Duell zwischen der SG FriPe und dem Wilhelmshavener HV. Im Spiel um den vierten Platz ist der WHV (bei einem Spiel mehr) in der Rolle des Gejagten, während die SG FriPe dementsprechend die Verfolgerrolle einnimmt. Der Sieger dieser Partie lässt die jeweils andere Mannschaft hinter sich, was der Spannung zugutekommen dürfte. Ausgang ungewiss!

Ein Spieltag ohne Sonntagsspiel? Nicht mit uns! Entsprechend bildet die Partie zwischen dem BV Garrel und dem TuS Hollenstedt den Schlusspunkt dieses Spieltages. Angepfiffen wird am Sonntag, den 25. Januar, um 15:00 Uhr. Die Rollen in dieser Begegnung sind dabei klar verteilt: Der BV Garrel geht als deutlicher Favorit in das Spiel und wird alles daransetzen, dieser Rolle auch gerecht zu werden. Alles andere als ein Heimsieg wäre eine echte Überraschung. Dennoch wird der TuS Hollenstedt versuchen, sich bestmöglich zu präsentieren und dem Favoriten das Leben so schwer wie möglich zu machen – denn gerade in solchen Konstellationen lauert bekanntlich immer eine kleine Portion Spannung.

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