
Regionalliga: Luft wird dünner
Nachholspiele läuten den Endspurt ein – noch sechs bzw. vier Spieltage bis Ende April.
Männer
Vier Mannschaften aus der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Männer tanzen aktuell aus der Reihe – sie stehen nämlich erst bei 19 gespielten Partien. Die restlichen Teams haben bereits 20 Spiele auf dem Buckel und deswegen am Wochenende spielfrei. Blicken wir auf die Ergebnisse des vergangenen Spieltags – dieses Mal etwas ausführlicher als gewöhnlich:
Die Mannschaft der Stunde, der SV Beckdorf, gewinnt auch gegen die SG Achim/Baden und ist damit weiterhin verlustpunktfrei im Jahr 2026. Leon Petersen wird mit elf geworfenen Toren zum besten Torschützen und hat damit maßgeblich Anteil am Erfolg seiner Mannschaft.
Der TvdH Oldenburg muss gegen Northeim eine 25:31 (16:15)-Heimniederlage hinnehmen. Neun eigene Tore in der zweiten Halbzeit sind am Ende zu wenig, um die Punkte in Oldenburg zu behalten.
Die HSG aus Schaumburg macht es der Bundesligareserve aus Burgdorf verdammt schwer, unterliegt am Ende aber dennoch mit 36:33. Bemerkenswert: Das Schiedsrichtergespann verteilte lediglich drei gelbe Karten. Es gab keine 2-Minuten-Zeitstrafe!
Der TuS GW Himmelsthür holt in der Ferne zwei ganz wichtige Punkte gegen das Schlusslicht der Liga aus Grüppenbühren. Der 30:36 (16:17)-Auswärtserfolg sorgt dafür, dass die Hoffnung auf den Klassenerhalt bei den Grün-Weißen weiterhin am Leben ist.
Auch der Sportverein aus Alfeld konnte einen dicken Fisch an Land ziehen. In eigener Halle wurde der TV Cloppenburg im 4-Punkte-Spiel besiegt und damit tabellarisch eingeholt.
Der VfL Hameln bleibt das aktuelle Sorgenkind der Liga – auch gegen den MTV Vorsfelde setzte es eine Niederlage. Diese führt dazu, dass der Abstand auf den drittletzten Platz nur noch zwei Punkte beträgt.
Am Samstag, den 28. Februar 2026, kommt es um 19.30 Uhr zum ersten Nachholspiel des Wochenendes. Die HSG Nienburg empfängt in eigener Halle den MTV Großenheidorn. Damit trifft der Vorletzte auf den Tabellenzweiten (nach Minuspunkten). Die Rollen scheinen auf den ersten Blick klar verteilt. Dennoch gleicht der Tabellenkeller derzeit einer Wundertüte, in der vermeintliche Außenseiter immer wieder für Überraschungen sorgen. Entsprechend dürften die Großenheidorner gewarnt sein, die Aufgabe nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Hinzu kommt die zweiwöchige Spielpause der Blau-Weißen, die den Wettkampfrhythmus unterbrochen hat. Ob der MTV die Zeit nutzen konnte, um sich gezielt vorzubereiten und den Fokus hochzuhalten, wird sich mit dem Anpfiff zeigen. Für Fans und Interessierte verspricht das Nachholspiel trotz klarer Ausgangslage eine spannende Begegnung.
Am Sonntag, den 1. März 2026, steht das zweite Nachholspiel an. Um 16.00 Uhr treffen der SV Beckdorf und die TSV Burgdorf II aufeinander. Damit empfängt die Mannschaft der Stunde den Tabellenführer – beste Voraussetzungen für unser Topspiel der Woche. Für die junge Mannschaft aus der Reckenschmiede wartet dabei eine anspruchsvolle Aufgabe. Der SV Beckdorf präsentiert sich aktuell in starker Form und wird alles daransetzen, seine Serie fortzusetzen. Rein rechnerisch könnte Beckdorf mit einem eigenen Sieg den Rückstand auf vier Punkte verkürzen. Das wäre zwar weiterhin ein deutlicher Abstand, würde aber dennoch zusätzlichen Druck auf die Burgdorfer ausüben. Gewinnt hingegen die TSV, bleibt sie alleiniger Tabellenführer und hält die Verfolger weiterhin auf Distanz. Entsprechend dürfen sich Fans und Interessierte auf eine richtungsweisende Partie im oberen Tabellendrittel freuen.
Frauen
Auch in der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Frauen haben vier Teams ein Spiel weniger als der Rest der Liga absolviert – entsprechend stehen auch hier an diesem Wochenende zwei Nachholpartien an. Zuerst jedoch die Ergebnisse des letzten Spieltags:
Der Wilhelmshavener HV und der TV Oyten trennen sich in einer äußerst ausgeglichenen Partie mit 26:25 aus Sicht des WHV.
Der TV Hannover-Badenstedt II verliert das richtungsweisende Duell und damit zeitgleich auch den Anschluss gegen bzw. an den Jahn aus Hollenstedt. Fünf Punkte Abstand und nur noch vier Spiele zu spielen – der Klassenerhalt wird für die Mädels aus der Landeshauptstadt langsam zur Herkulesaufgabe.
Der MTV Rosdorf schlägt sich gegen den Favoriten aus Garrel wacker und muss sich am Ende lediglich 30:35 (14:18) geschlagen geben.
Anders hat es den TuS Komet Arsten erwischt – die Bremerinnen zahlten bei der 20:40 (9:18)-Auswärtsniederlage gegen den Ligaprimus aus Altencelle reichlich Lehrgeld und hatten über das gesamte Spiel hinweg nicht den Hauch einer Chance.
Die HSG Stade/Fredenbeck hat den Hannoverschen SC überraschend deutlich mit 36:23 (18:16) geschlagen. In der zweiten Halbzeit spielte man anscheinend einen grandiosen Ball – schließlich gewannen die Nordlichter die 2. Hälfte mit 18:7.
Beide Nachholspiele finden am Samstag, den 28. Februar 2026, um 18.00 Uhr statt.
MTV Rosdorf vs. HSG Stade/Fredenbeck. Während sich der MTV am vergangenen Wochenende knapp geschlagen geben musste, spielten sich die Mädels der HSG in einen Rausch und gewannen am Ende mit 13 Toren Unterschied gegen den favorisierten Hannoverschen SC. Ob die Gäste diesen Schwung auch in der Fremde bestätigen können, wird sich zeigen. Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht jedenfalls, wie eng beide Teams beieinanderliegen: Mit jeweils sieben Siegen, einem Unentschieden und neun Niederlagen sind die Bilanzen identisch. Lediglich das Torverhältnis trennt die Mannschaften – und auch hier beträgt der Unterschied nur sechs Treffer. Grund genug, dieses 4-Punkte-Spiel zum Topspiel der Woche auszurufen. Das Hinspiel entschied die HSG mit drei Toren Vorsprung für sich. Entsprechend dürften die Rosdorferinnen motiviert sein, sich vor heimischem Publikum zu revanchieren und die offene Rechnung zu begleichen. Die Fans können sich somit auf eine Begegnung auf Augenhöhe freuen.
SG Friedrichsfehn/Petersfehn vs. HSG Hunte-Aue Löwen. Es dürfte das letzte Spiel der „Lady-Lions“ werden, indem der Abstieg rein rechnerisch noch vermeidbar ist. Sollten sie nämlich verlieren, kämen sie bei dann noch vier verbleibenden Spielen maximal auf zwölf Punkte – sofern alle Spiele gewonnen werden – der Jahn hat inzwischen jedoch bereits 13 Punkte sammeln können und liegt damit auf dem drittletzten Platz. Es heißt also „Do or Die“ im Lager der Löwinnen! FriPe – aktuell Tabellenfünfter – hat mit all diesen Sorgen rein gar nichts am Hut und befindet sich selbst gerade im Kampf um die goldene Ananas, wo die Stimmung im Vergleich herrlich angenehm sein dürfte.
Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga auf HVNB LIVE
Alle Spiele der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga werden auf der verbandseigenen Streamingplattform HVNB LIVE live und on demand übertragen. Jedes Spiel der Männer wird durch einen Live-Kommentar begleitet, um die Fans noch näher ans Geschehen zu bringen.
HVNB LIVE ist die verbandseigene Streamingplattform des Handballverbandes Niedersachsen-Bremen. Über HVNB LIVE kann jeder Verein im Verbandsgebiet mit einfachen Mitteln und ohne Kosten seine Spiele live übertragen und auf Abruf anbieten. Aktiviere jetzt deinen Vereinskanal für die Saison 2025/26!
