
Regionalliga: Erste Tendenzen zeichnen sich ab
Spitzenduo der Männer erspielt sich kleinen Vorsprung – Nord-West-Duell eröffnet Spieltag bei den Frauen.
Weiter geht’s in der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen steht der 4. Spieltag an. Und obwohl lediglich sechs Punkte vergeben sind, lassen sich dennoch erste Tendenzen feststellen. Bei den Männern befinden sich mit dem TV Bissendorf-Holte und dem Northeimer HC zwei verlustpunktfreie Mannschaften an der Spitze der Tabelle. Bei den Frauen ist der Northeimer HC (6:0-Punkte) alleiniger Spitzenreiter. Das Verfolger-Duo besteht aus dem SV Altencelle und der SG FriPe (jeweils 5:1-Punkte). Sechs Mannschaften haben bisher alle Spiele verloren. So sind der SV Alfeld, der VfL Hameln und die HSG Rhumetal bei den Männern sowie der HV Lüneburg, der MTV Rosdorf und der TV Oyten bei den Frauen punktlos.
Männer
Hier die Ergebnisse des vergangenen Spieltags: Der SV Alfeld liegt im Heimspiel gegen Söhre zwischenzeitlich mit elf Toren zurück, betreibt zum Ende aber nochmal Ergebniskosmetik und verliert mit lediglich drei Toren Unterschied (35:38); Die HSG Schaumburg kämpft sich nach zwischenzeitlichem sechs-Tore-Rückstand zum Ende der Partie wieder ran, kann das Ergebnis gegen den TvdH Oldenburg aber nicht auf Unentschieden stellen (28:29); Die Rattenfänger aus Hameln bleiben nach der 23:30-Niederlage gegen den SV Beckdorf weiterhin ohne eigenen Punkt; Der Lauf der „Grün-Weißen“ aus Himmelsthür geht nach dem deutlichen 27:37-Auswärtserfolg gegen den TV Cloppenburg weiter; Der Northeimer HC zerlegt den VfL Horneburg beim 39:26-Heimerfolg in seine Einzelteile; In Habenhausen entgeht man der nächsten Enttäuschung und gewinnt klar gegen den Aufsteiger aus Rhumetal (34:25) und der TV Bissendorf-Holte entscheidet das Topspiel gegen den MTV Vorsfelde am Ende mit einem Tor Unterschied für sich (33:32)!
Weiter geht’s mit geballter Samstags-Power! Sechs Spiele stehen am morgigen Samstag, den 26. September 2026, an. Fünf davon um 19.00 Uhr:
SV Beckdorf vs. Northeimer HC. Aufatmen in Beckdorf: Der erste Sieg ist da! Am vergangenen Wochenende schaltete man in den letzten 20 Minuten der Partie einen Gang hoch, wandelte ein 17:17 (41.) in ein 20:25 (54.) und sorgte damit bereits kurz vor Ende für eine Vorentscheidung. Und auch die Northeimer waren erfolgreich – und wie! Gegen den bis Dato verlustpunktfreien Aufsteiger aus Horneburg gewann man vergangenen Sonntag mit 13 Toren Unterschied und unterstrich damit die aktuell überzeugende Verfassung. Somit geht in dieser Partie die Tendenz zwar leicht Richtung Gastmannschaft, nichtsdestotrotz darf man den Sportverein aus Beckdorf nicht unterschätzen.
VfL Horneburg vs. SV Alfeld. Die harten Wochen des Sportvereins von der Leine sind – vorerst – vorbei. Zumindest mit Blick aufs Papier. Nachdem man in den ersten drei Spielen bereits zweimal gegen einen Drittliga-Absteiger antreten musste, wartet nun mit dem Oberliga-Aufsteiger aus Horneburg ein vermeintlich leichteres Los. Ganz so einfach wird es dennoch nicht. Schließlich haben die Jungs aus dem Norden bereits gezeigt, dass sie Handball spielen können.
TvdH Oldenburg vs. VfL Hameln. Die Jungs aus der sagenumwobenen Rattenfänger-Stadt an der wunderschönen Weser haben in ihrem zweiten Regionalliga-Jahr ordentlich zu knabbern. 0:6-Punkte bei einem negativen Torverhältnis von -22 bedeuten aktuell den vorletzten Platz in der Tabelle. Das haben sich Trainer und Mannschaft sicherlich anders vorgestellt. Es braucht schleunigst eine Kehrtwende, um nicht Gefahr zu laufen, zum neuen Kellerkind zu werden. Auf der anderen Seite sind die Oldenburger wieder im Soll. Auf die Auftaktniederlage gegen Habenhausen folgten zwei Siege gegen Cloppenburg und Schaumburg. Gewinnt man nun auch gegen den VfL, würde man selbst in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen bleiben und die Sorgen des Gegners erheblich verschlimmern.
TuS GW Himmelsthür vs. HSG Schaumburg. Was haben die Himmelsthürer vergangenes Jahr leiden müssen? Von Anfang bis Ende war man im unteren Tabellendrittel zu finden und hatte entsprechend immer die Abstiegsplätze im Nacken. Umso schöner, dass die „Grün-Weißen“ zumindest für den Moment auf dem dritten Tabellenplatz stehen und damit das Feld der Verfolger anführen. Zusätzlich dazu blieb man in den beiden vergangenen Spielen jeweils unter 28 Gegentoren, was eine neue Stärke sein könnte. Bei den Schaumburgern hingegen ist es wie in jedem Jahr: So richtig weiß man nicht, wohin die Reise geht. Gegen Oldenburg musste man sich am vergangenen Samstag knapp geschlagen geben. Nun kommt der TuS Himmelsthür, gegen den man eigentlich gewinnen sollte. Zumindest vom Anspruch her. Ob dies auch so passieren wird? Man weiß es nicht – möglich scheint in diesem Spiel alles.
MTV Vorsfelde vs. ATSV Habenhausen. Dieses Spiel hätte aktuell das Potenzial zum Topspiel der Woche. Nichtsdestotrotz reicht es “nur“ zum kleinen Topspiel. Beide Mannschaften sind mit jeweils 4:2-Punkten im Feld der Verfolger angesiedelt und können den Gegner entsprechend mit einem eigenen Sieg hinter sich lassen. Vorsfelde hatte vergangene Woche erstmals das Nachsehen. Gegen den TV Bissendorf-Holte musste man sich am Ende mit einem Tor Unterschied geschlagen geben. Habenhausen hingegen schoss sich beim neun-Tore-Sieg über die HSG Rhumetal den Frust von der Seele. Wer im aktuellen Spiel die Nase vorne haben wird, ist durchaus ungewiss. Es könnte sich jedoch ein Spiel auf Messers Schneide entwickeln, bei dem Kleinigkeiten den Ausschlag geben könnten.
Eine halbe Stunde später, um 19.30 Uhr, startet die letzte Partie des Tages. Die Sportfreunde aus Söhre haben den TV Bissendorf-Holte zum Topspiel der Woche zu Gast. Es führt diese Woche kein Weg dran vorbei: Wenn zwei Absteiger aufeinandertreffen und einer davon auch noch verlustpunktfrei ist, muss es sich um das Topspiel der Woche handeln. Und die Sportfreunde fahren groß auf: Die weibliche A-Jugend (Landesliga) darf den Heimspielspieltag eröffnen, es folgt die männliche A-Jugend (Regionalliga), ehe zur Primetime das Highlight des Abends angepfiffen wird. Auf Seiten der Bissendorfer sticht vor allem Fabian Rußwinkel (21 Tore) heraus. Bester Torschütze der Sportfreunde ist Tom Hanel (17 Tore). Der Erfolg dürfte also auch maßgeblich an diesen beiden Personen hängen.
Die letzte Partie des Spieltages wird am Sonntag, den 27. September, angepfiffen. Zur gewohnten Anwurf-Zeit um 17.00 Uhr haben die „Crocodiles“ aus Rhumetal vor heimischem Publikum die Chance, gegen den TV Cloppenburg die ersten Punkte einzusacken. Die Regionalliga hat ihr erstes Kellerduell – Cloppenburg, mit einem Punkt aktuell auf dem viertletzten Platz, ist zu Gast beim Schlusslicht aus Rhumetal. Beide Teams dürften sich den Saisonstart sicherlich anders vorgestellt haben. Während Cloppenburg immerhin schon einen Punkt auf dem Konto hat, warten die Krokodile aus der Nähe des wunderschönen Naturparks Harz noch immer auf die ersten Zähler. Man würde es dem Aufsteiger nach den deutlichen Ergebnissen der letzten Wochen gönnen – geschenkt bekommt die Truppe aber sicherlich nichts.
Frauen
Auch bei den Frauen blicken wir zunächst zurück auf das vergangene Wochenende: Das Topspiel in Stade entscheidet die SG Friedrichsfehn/Petersfehn (Fri/Pe) mit 26:33 für sich; Der Hannoversche SC spielt erneut unentschieden (32:32), dieses Mal in Arsten; Altencelle wird seiner Favoritenrolle deutlich gerecht und überrollt den MTV Rosdorf förmlich. Am Ende steht ein 19:32 auf der Anzeigetafel; Wilhelmshaven liefert sich mit Lüneburg bis zum Schluss ein Duell auf Messers Schneide und gewinnt am Ende mit 30:28; Die Northeimerinnen weisen den TuS Jahn Hollenstedt in die Schranken und gewinnen mit 28:19. Damit sind sie weiterhin ungeschlagen und stehen alleinig an der Tabellenspitze; Noch deutlicher war es in Oyten, wo der BV Garrel einen 16:31-Sieg mit nach Hause nimmt.
Viel Zeit zum Zurückblicken bleibt jedoch nicht, denn am heutigen Freitag, 25. September 2026, um 20.00 Uhr, geht es direkt weiter. Die SG Fri/Pe empfängt den TuS Komet Arsten. Nach einem für Arsten ärgerlichen Unentschieden gegen den HSC möchte der TuS nun den ersten Auswärtssieg der Saison feiern. Im Handumdrehen dürften die Arstenerinnen dieses Spiel jedoch nicht gewinnen, denn die SG Fri/Pe hat an den ersten drei Saisonspieltagen bereits gezeigt, dass mit ihnen im oberen Bereich der Tabelle zu rechnen ist. Mit 5:1 Punkten steht die SG aktuell auf Platz drei und auch der eine Minuspunkt ist keine Schande. Dieser wurde nämlich am ersten Spieltag gegen die amtierenden Meisterinnen aus Altencelle erkämpft. Danach standen zwei deutliche Siege auf dem Programm. Grund genug, um mit vollem Ehrgeiz an Spieltag vier durchzustarten.
Weiter geht es dann am Samstag, 26. September 2026, um 19.15 Uhr, wenn der SV Altencelle den TV Oyten empfängt. Hier sollten die Favoritenrollen klar verteilt sein. Der SV Altencelle steht aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz, während Oyten mit Platz zwölf das Schlusslicht der Tabelle bildet. Zwar konnten die „Vampires“ am vergangenen Wochenende personell nicht aus vollen Kräften schöpfen, trotzdem ist eine 16:31 Niederlage nicht das Ergebnis, das sich die Mannschaft ausgerechnet hat. Zwar steht man mit Altencelle nun dem nächsten Brocken gegenüber, jedoch wollen die Vampires gut daran tun, dass es nicht nochmal zu einer so deutlichen Niederlage kommt. Eventuell erschafft die Wut der Niederlage auch neue Kräfte, die für eine Überraschung sorgen könnten.
Eine Viertelstunde später, um 19.30 Uhr, wird das Topspiel der Woche angepfiffen. Wenn der HV Lüneburg gegen den MTV Rosdorf spielt, stellt sich die folgende Frage: Wer holt sich die ersten Punkte der Saison? Beide Mannschaften haben bisher drei Niederlagen aus drei Spielen kassiert. Es ist für beide Teams also allerhöchste Eisenbahn, endlich Punkte auf dem Konto stehen zu haben. Der MTV Rosdorf kassierte nach einer knappen Niederlage gegen Garrel zwei sehr deutlichen Niederlagen in den letzten zwei Spielen. Bei Lüneburg ist es andersrum: Nach zwei deutlichen Niederlagen konnte man am vorherigen Spieltag in Wilhelmshaven mithalten und verliert ärgerlich mit zwei Toren Unterschied. Die Aufsteigerinnen scheinen also so langsam in der Regionalliga anzukommen, Rosdorf sollte sich also warm anziehen. Einen Favoriten kann man jedoch schlecht bestimmen, denn die Karten sind bunt durchmischt und beide Teams sollten dafür brennen, endlich einen Sieg einzufahren!
Am Sonntag, 27. September 2026, geht es in Hannover weiter. Hier möchte der Hannoversche SC dem Northeimer HC seine ersten Minuspunkte mit auf die Heimreise schicken. Die Northeimerinnen dürften aktuell wohl wirklich im siebten Himmel schweben. Als Aufsteigerinnen gewinnen sie drei von drei Partien und bewahren die weiße Weste. Damit sind sie aktuell an der Tabellenspitze und fühlen sich dort scheinbar auch sehr wohl. Mit dem Hannoverschen SC treffen sie jedoch auf keinen einfachen Gegner. Am vergangenen Wochenende spielte der HSC erneut unentschieden, zeigte allerdings seine Mentalität. Nach einem Rückstand von sieben Toren gegen Arsten kämpften sich die Hannoveranerinnen innerhalb von acht Minuten auf den Ausgleich heran.
Parallel wird das letzte Spiel des Spieltages in Garrel angepfiffen. Der Gegner ist die HSG Stade/Fredenbeck. Auf gute Stimmung dürfte der BV schon im Vorhinein setzen können, denn gemeinsam mit den Fußballern wird in Garrel ein Doppelspieltag veranstaltet. Eine gute Möglichkeit, um eventuelle Fußballfans von der richtigen Sportart zu überzeugen. Zeigen die Damen aus Garrel eine ähnlich starke Abwehr wie gegen Oyten, so sollte es doch möglich sein, ein paar neue Fans für die Halle zu gewinnen. Die HSG Fredenbeck/Stade sollte jedoch etwas dagegen haben. Sie wollen die Niederlage gegen die SG Fri/Pe wiedergutmachen. Dass sie Bock haben, etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen, geben sie selbst bekannt. Garrel sollte von Minute eins wach sein.
Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga auf HVNB LIVE
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