Die SG FriPe gastiert beim Hannoverschen SC. Foto: SG Fri/Pe

Nikolaus-Spieltag in der Regionalliga

Burgdorf im Topspiel der Männer „vor dem Haarentor“ gefordert – FriPe reist zum Topspiel der Frauen zum Hannoverschen SC

Männer

Der innere Monk freut sich: Seit dem vergangenen Wochenende haben alle Mannschaften die gleiche Anzahl (elf) an Spielen absolviert. Nun geht es für die Teams der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Männer in den Endspurt vor dem Weihnachtsfest. Drei Spieltage verbleiben für das Jahr 2025, ehe sich die Teams anschließend in die Winterpause verabschieden. Genug Zeit – und vor allem genug zu vergebende Punkte – um die aktuelle Tabellenkonstellation also nochmal zu verändern. Blicken wir auf die kommenden Spiele.

Wie so häufig eröffnet der TuS aus Himmelsthür den Spieltag. Die „Grün-Weißen“ empfangen am Samstag, den 6. Dezember, um 16:45 Uhr den Northeimer HC. „Klare Sache“ würde manch einer mit Blick auf die Tabelle vermuten – doch der Schein trügt. Gerade vor eigenem Publikum weiß der Aufsteiger zu überzeugen: Alle vier Siege wurden zu Hause eingefahren. Die Northeimer hingegen stecken derzeit in einer schwierigen Phase. Gegen Großenheidorn setzte es zuletzt eine Niederlage. Obendrein verletzte sich mit Finnian Lutze eine wichtige Stütze des Teams. Der HVNB wünscht an dieser Stelle gute Besserung! Nun bleibt abzuwarten, wie gut der NHC diesen Rückschlag verkraftet hat.

Weiter geht es mit dem Topspiel der Woche um 18:30 Uhr, wenn der Tabellenführer aus Burgdorf zu Gast beim TvdH Oldenburg ist. Während der TvdH am vergangenen Wochenende sein Nachholspiel gegen den SV Beckdorf gewinnen konnte, hatte die Bundesligareserve aus Burgdorf spielfrei. Wer die Spiele der Oldenburger in dieser Saison verfolgt, weiß, dass die Konstanz das größte Manko darstellt. Umso wichtiger wäre ein weiterer Heimsieg, der den Spielern Sicherheit für die nächsten verleihen würde. Die TSV Burgdorf II sieht das sicherlich ganz anders. Ihr Ziel dürfte sein, die alleinige Tabellenführung weiterhin zu behaupten und als Gejagter Nr. 1 in die Winterpause zu gehen.

Es folgen gleich drei Spiele um 19:00 Uhr:

SV Beckdorf vs. HSG Schaumburg. In diesem Spiel treffen geballte Heim- und Auswärtsstärke aufeinander. Während sich die Beckdorfer bei fünf Spielen in eigener Halle bisher lediglich gegen den MTV Großenheidorn geschlagen geben mussten, haben die Schaumburger in allen ihren Auswärtsspielen gepunktet (4 Siege; 1 Unentschieden). Fans und Interessierte können sich also auf ein spannendes Spiel freuen – die tabellarische Situation trägt darüber hinaus ihren Teil dazu bei: Sollte die HSG gewinnen, können sie auf einen Punkt an den Sportverein herankommen.

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg vs. MTV Vorsfelde. Das Schlusslicht, in der lokalen Presse oft als „Landkreis-HSG“ betitelt, braucht dringend Punkte. Lediglich ein Sieg sowie Unentschieden stehen auf der Habenseite. Zu wenig, um tatsächlich einen ernstzunehmenden Kontrahenten darzustellen. Der MTV aus Vorsfelde scheint den Wechsel auf der Trainerposition dagegen gut überstanden zu haben. Im ersten Spiel unter der Leitung von Jürgen Thiele setzte es direkt einen Sieg. Vielleicht gelingt es den „Razorbacks“ ja, darauf aufzubauen und unter ihrem neuen Coach ungeschlagen in die Winterpause zu gehen.

SG Achim/Baden vs. SV Alfeld. Zehnter gegen Neunter – und die Abstiegsränge im Nacken: Für beide Mannschaften besitzt dieses Duell enorme Bedeutung. Achim/Baden, als Aufsteiger in der Liga, steht derzeit bei neun Punkten und hat damit vier Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Alfeld folgt mit acht Punkten und drei Zählern Abstand auf die verbotene Zone. Ein Sieg würde, sofern die Kellerkinder nicht gewinnen, das jeweilige Polster nach unten weiter vergrößern. Gerade für Alfeld sollte es dabei der eigene Anspruch sein, gegen den Liganeuling zu punkten und sich im unteren Tabellendrittel etwas Luft zu verschaffen.

Den Schlusspunkt des Nikolaus-Spieltags setzen zwei Spiele um 19:30 Uhr:

MTV Großenheidorn vs. TV Cloppenburg. Rein tabellarisch ist dieses Spiel wohl das eindeutigste des Spieltags. Großenheidorn ist mit lediglich drei Minuspunkten alleiniger Tabellenzweiter, während die Cloppenburger mit fünf Pluspunkten auf dem drittletzten Platz festhängen. Die Saison verläuft für beide Teams also genau gegengleich. Es dürfte demnach eine Mammutaufgabe für den TV Cloppenburg werden, Zählbares aus diesem Spiel mitzunehmen. Besonders wenn die Heidorner zu ihrem typischen Spiel finden, ist es schwer, dem Tempo etwas entgegenzusetzen.

HSG Nienburg vs. VfL Hameln. Starten wir bei dieser Partie mit einer Besonderheit, die man gerade im Handball nicht allzu häufig zu Gesicht bekommt: Der VfL Hameln weist nach elf Spielen ein ausgeglichenes Torverhältnis auf: 357 erzielte Treffer stehen 357 Gegentoren gegenüber. Damit stellt die Mannschaft zwar den drittbesten Angriff der Liga, jedoch zugleich auch die fünftschlechteste Abwehr. Nienburg auf der anderen Seite hat ganz andere Sorgen: Nur fünf Pluspunkte und ein negatives Torverhältnis von -65 sorgen aktuell dafür, dass die „Meerbachspatzen“ auf dem vorletzten Platz stehen. Somit werden dringend Siege benötigt, um den Anschluss ans rettende Ufer nicht aus den Augen zu verlieren.

Frauen

Auch in der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Frauen können seit dem vergangenen Wochenende alle Mannschaften die gleiche Anzahl (zehn) an absolvierten Spielen nachweisen. Und auch die Frauen haben die Feiertage bereits fest im Blick. So sind in diesem Jahr nur noch zwei Spieltage offen, die jedoch die ein oder andere spannende Partie mit sich bringen.

Den Auftakt in den Spieltag bestreiten der TV Oyten und der BV Garrel. Am Samstag, den 6. Dezember, kommt es bereits um 15:00 Uhr zum Aufeinandertreffen beider Teams. Aus Sicht der „Vampires“ des TV Oyten gibt es sicherlich einfachere Aufgaben, als die, gegen den Ligaprimus zu spielen. Garrel ist noch immer das Maß aller Dinge und steht weiterhin an der Tabellenspitze. Der TV aus Oyten erlebt hingegen eine ziemlich ausgeglichene Saison – 10:10-Punkte bedeuten aktuell einen Platz im gesicherten Mittelfeld. Wenn die „Vampires“ eine Chance haben wollen, müssen sie ein Mittel gegen die kompakte Abwehr des Spitzenreiters finden – Garrel bekommt im Schnitt gerade mal 22,7 Gegentore.

90 Minuten später, um 16:30 Uhr werden gleich zwei Partien angepfiffen:

In Bremen trifft der TuS Komet Arsten auf die punktlosen Damen der HSG Hunte-Aue Löwen. Das Sorgenkind der Liga, die „Lady Lions“, warten noch immer auf die ersten Punkte. Das Spiel gegen die Aufsteigerinnen aus Bremen könnte da wie gerufen kommen, um im elften Anlauf endlich Zählbares mitzunehmen. Der TuS hingegen ist mit bereits acht Pluspunkten absolut im Soll und wird alles daransetzen, die Punkte neun und zehn zu ergattern.

In Hannover hat die Drittligareserve des TV Hannover-Badenstedt den Sportverein aus Altencelle zu Gast. Zweiter gegen Vorletzter – was auf dem Papier wie eine klare Angelegenheit scheint, dürfte sich auch in der Realität bewahrheiten. Der Sportverein aus Altencelle musste sich bisher lediglich gegen den BV Garrel geschlagen geben und steht mit 18:2-Punkten völlig zurecht auf dem zweiten Tabellenplatz. Die Badenstedterinnen auf der anderen Seite konnten bisher erst 4 Punkte sammeln, weswegen dringend weitere benötigt werden.

Wiederum eine halbe Stunde später, um 17:00 Uhr, spielt der MTV Rosdorf in fremder Halle gegen den Jahn aus Hollenstedt. Die Rosdorferinnen gehen als Gejagte in diese Partie, denn: Sie stehen mit zwei Punkten Vorsprung einen Platz über dem Jahn. Somit muss nicht erwähnt werden, was diese Partie für eine Wichtigkeit hat. Die einen wollen Abstand erweitern, die anderen verkürzen. Wer am Ende jubeln wird, ist absolut offen, beide Teams sind seit mindestens zwei Spieltagen ohne Sieg und dürften deswegen sehnsüchtig auf die nächsten Punkte warten.

Die letzte Partie des Tages findet um 18:00 Uhr statt. Die SG Friedrichsfehn/Petersfehn (SG FriPe) gastiert zum Topspiel der Woche beim Hannoverschen SC. Mit den beiden beteiligten Mannschaften treffen der Viert- (HSC) und Fünftplatzierte (SG FriPe) aufeinander. Auch die Punktekonstellation lässt erahnen, warum verlieren verboten ist. Gewinnt die SG aus dem Landkreis Ammerland, überholt sie die das Team aus der Landeshauptstadt Niedersachsens. Gewinnen hingegen die Damen des HSC, können sie den Vorsprung von einem auf drei Punkte wachsen lassen.

Zwei Teams dürfen bzw. können am Nikolaustag entspannt durch die Straßen ziehen und Schokolade sammeln, denn ihr Spiel wartet erst am Sonntag, den 7. Dezember. Dann trifft der Wilhelmshavener HV um 17:00 Uhr auswärts auf die Damen der HSG Stade/Fredenbeck. Die Fans können sich dabei nicht nur auf ein echtes Nordduell freuen, sondern zugleich auf ein Duell zweier Vereine mit großer Vergangenheit: Sowohl der WHV als auch der VfL Fredenbeck – einer der Stammvereine der HSG – spielten, wenn auch im männlichen Bereich, bereits in der Handball-Bundesliga und sind überregional bekannt. Nun begegnen sich die Frauenteams beider Clubs in der Regionalliga, wo das Aufeinandertreffen ein intensives und umkämpftes Regionalligaspiel erwarten lässt.

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