
HVNB-Allstars feiern dramatischen 35:34-Erfolg
900 Fans erleben hochklassigen Handball beim Allstar-Game in der Halle39
Spektakuläre Tore, große Emotionen und eine Halle voller Handballbegeisterung: Das Allstar-Game 2025 in der Halle 39 in Hildesheim hielt am Dienstagabend (30. Dezember 2025) alles, was es versprach. Vor rund 900 Zuschauerinnen und Zuschauern setzte sich die Auswahl des Handballverbandes Niedersachsen-Bremen (HVNB) in einem hochdramatischen Spiel mit 35:34 (18:14) gegen die Hildesheimer Allstars durch.
Was im Ligaalltag kaum vorstellbar ist, wurde an diesem Abend Realität: Fynn Graafmann bedient Julius Bausch, der legt auf Kreisläufer Malte Meyer ab. Zum Jahresabschluss hatte der HVNB seine Top-Spieler der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga versammelt und schickte sie gegen das von „Mr. Hildesheim“ Gerald Oberbeck zusammengestellte Legenden-Team ins Rennen.
Blitzstart der HVNB-Auswahl
Auch wenn Frank Carstens seine Spieler erst kurz vor der Partie kennenlernte, fand er in der Ansprache offensichtlich die richtigen Worte. Angeführt von einem treffsicheren Jakob Bormann legten die HVNB-Allstars furios los und führten schnell mit 5:2. Die Hildesheimer um Robin John, Sergej Gorpishin und Matthias Struck arbeiteten sich jedoch zurück ins Spiel und gingen beim 7:6 erstmals in Führung.
Doch dies sollte die einzige Führung der Gastgeber bleiben. Eric Frommeyer vernagelte in dieser Phase das Tor, während die HVNB-Auswahl offensiv immer besser in Fahrt kam. Mit hohem Tempo und viel Spielfreude erspielten sich die Gäste bis zur Pause eine 18:14-Führung.
Crunchtime mit Gänsehaut-Finale
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel hochklassig. Beide Teams boten den Fans sehenswerte Aktionen – vom Kempa-Tor bis zum perfekten Kreisanspiel. Sieben Minuten vor dem Ende lag das HVNB-Team noch komfortabel mit 33:28 in Führung.
Doch dann kam der große Auftritt von Pascal Kintzel. Der Hildesheimer Torhüter brachte mit mehreren Paraden die Halle zum Kochen und leitete die Aufholjagd ein. Tor um Tor kämpften sich die Gastgeber heran, ehe Niko Tzoufras in der 58. Minute zum 34:34-Ausgleich traf. Die Halle39 stand Kopf.
In einer dramatischen Schlussphase vergab Hildesheim zunächst die Chance zur Führung, ehe Bennet Krix auf der Gegenseite die Nerven behielt und den HVNB mit 35:34 in Front brachte. Der letzte Angriff gehörte den Gastgebern, doch der Wurf von Robin John verfehlte das Ziel knapp.
Begeisterung in der Halle – Fortsetzung möglich
Viel wichtiger als das Ergebnis war an diesem Abend jedoch die Atmosphäre. Die Halle 39 erlebte ein Handballfest, das Erinnerungen an große Zeiten weckte. Passend dazu erklang nach Spielende „Oh, wie ist das schön“ aus den Lautsprechern.
Auch HVNB-Geschäftsführer Markus Ernst zeigte sich im Halbzeit-Interview begeistert: „Die Resonanz auf dieses Event war von Anfang an überwältigend – angefangen beim Spielervoting bis hin zu einer vollen Halle und vielen Fans im Livestream. Das macht natürlich Lust auf mehr. Ob und in welcher Form wir das Allstar-Game im nächsten Jahr fortsetzen, werden wir in Ruhe prüfen. Besonders freut uns aber, dass auch aus der Frauen-Regionalliga bereits großes Interesse signalisiert wurde.“
Die Mannschaften im Überblick
HVNB Allstars:
Frommeyer, Klingebiel, Rohde – Fielitz (3), Bruns (1), Lange (2), Krix (2), Petersen (2), Bormann (7), Graafmann (2), Bausch (1), Krumwiede (2), Mayer (3), Giese (4), Meyer (2), Beltzer (3), Gerkens (1). Trainer: Frank Carstens, Markus Ernst.
Hildesheim Allstars:
Klockmann, Kintzel – Gruszka (2), Struck (3), Nikolov (6), Zakrzewski (1), Backs (3), Depping (1), Lungela (2), John (4), von Hermanni (6), Tzoufras (1), Stüber (5), Gorpishin. Trainer: Gerald Oberbeck.
Schiedsrichter: Jannik Otto & Raphael Piper
Kampfgericht: Rainer Bastian & Christian Heiler
