Können die Grün-Weißen das Abstiegsduell für sich entscheiden und gegen die HSG siegen? Foto: TuS GW Himmelsthür

Frühlingserwachen in der Regionalliga?

Altencelle und Garrel sichern sich Plätze für die Aufstiegsrelegation – Hunte-Aue Löwen erster Absteiger.

Männer

„Das Auge isst mit“ – diese Redewendung passt im übertragenden Sinne endlich auch wieder bei der Betrachtung der Tabelle der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Männer. So haben nach dem vergangenen Wochenende nämlich alle Mannschaften die gleiche Anzahl absolvierter Spiele. Bei sechs verbleibenden Spieltagen ist darüber hinaus auch offiziell der Endspurt eingeläutet – wir schauen auf die Nachholspiele vom vergangenen Wochenende: Die HSG Nienburg hat im Duell gegen den MTV Großenheidorn nach einer couragierten ersten Halbzeit am Ende das Nachsehen und der SV Beckdorf muss gegen die TSV Burgdorf II die erste Niederlage seit dem 20. Dezember 2025 hinnehmen. Anders als bei den Frauen ist bei den Männern noch nichts entschieden – schaut man sich jedoch die kommenden Paarungen an, so könnte dieser Zustand bald der Vergangenheit angehören.

Der 21. Spieltag findet seinen Start in Hameln. Bereits am heutigen Freitag, den 6. März 2026, kommt es zum Aufeinandertreffen des VfL mit der TSV Burgdorf II. Um 20.00 Uhr wird diese Partie angepfiffen. Der Sturzflug des VfL aus Hameln geht unaufhaltsam weiter – auch das letzte Spiel ging verloren, wodurch die Sieglos-Serie inzwischen auf sieben Partien angewachsen ist. Das mühsam erarbeitete Punktepolster der Jungs aus der Rattenfänger-Stadt schmilzt zunehmend dahin. Aktuell rangiert man auf dem achten Tabellenplatz und weist nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den drittletzten Rang auf. Zu allem Überfluss wartet an diesem Wochenende mit dem Ligaprimus aus Burgdorf eine denkbar schwere Aufgabe. Der Tabellenführer präsentierte sich zuletzt stabil und ist seinerseits seit drei Spielen ungeschlagen. Im Duell der Gegensätze scheinen die Vorzeichen somit klar verteilt.

Die meisten Spiele werden am Samstag, den 7. März, angepfiffen. Den Super-Samstag eröffnen der TuS GW Himmelsthür und die HSG Nienburg. Um 16.45 Uhr startet dieses richtungsweisende Kellerduell. Die Devise für beide Mannschaften lautet unmissverständlich: Punkten ist Pflicht! Die Gastgeber wollen den Abstand zu den direkten Abstiegsplätzen, wo die Nienburger aktuell stehen, vergrößern. Aus Sicht der Nienburger würde im Falle einer Niederlage der Rückstand auf Himmelsthür auf sechs Punkte anwachsen – bei dann nur noch fünf verbleibenden Spielen käme das dem Abstieg bereits sehr nahe. Mit einem Sieg hingegen könnte die HSG bis auf zwei Punkte heranrücken und den Druck auf die „Grün-Weißen“ deutlich erhöhen. Dieses direkte Duell im Tabellenkeller hat also enorme Bedeutung – ein echtes Vier-Punkte-Spiel und damit vollkommen zurecht das Topspiel der Woche.

Weiter geht’s um 18.30 Uhr, wenn die HSG Schaumburg vor eigenem Publikum gefordert ist und den SV Alfeld empfängt. Der Gast aus Alfeld hat den Abstiegskampf in den letzten Wochen angenommen und wichtige Punkte geholt. Beispielsweise konnte der TV Cloppenburg besiegt und damit in der Tabelle eingeholt werden. Aktuell steht der SV auf dem neunten Platz – mit sechs Punkten Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz – eine durchaus komfortable Situation im Rennen um den Klassenerhalt. Die Heimmannschaft hat damit rein gar nichts zu tun und befindet sich selbst im Kampf um die goldene Ananas – zusammen mit den Teams aus Vorsfelde, Oldenburg und Beckdorf bildet die HSG aktuell das sichere Mittelfeld.

Eine halbe Stunde später, um 19.00 Uhr, richtet sich der Blick nach Achim/Baden – die SG empfängt den MTV Vorsfelde. Die Ausgangslage ähnelt dabei stark der des vorherigen Spiels. Während die Saison für die Vorsfelder im Grunde gelaufen ist, steckt die Spielgemeinschaft aus dem Norden weiterhin mitten im Abstiegskampf. Rang elf und lediglich ein Punkt Vorsprung auf die drittletzte Mannschaft aus Himmelsthür zeigen deutlich, wie angespannt die Situation in Achim/Baden ist. Der Druck, unbedingt punkten zu müssen, ist entsprechend hoch. Das kann zusätzliche Kräfte freisetzen – sorgt aber zugleich für eine besondere Brisanz in dieser Begegnung.

Zwei Spiele werden um 19.30 Uhr angepfiffen und beenden damit den Samstag:

TV Cloppenburg vs. TvdH Oldenburg. Derbyzeit in Cloppenburg! Die Anreise für die Oldenburger ist angenehm kurz – vorbei an Hatten und Großenkneten ist man nach rund 40 Minuten am Ziel angekommen. Doch nicht nur die geografische Nähe sorgt für besondere Brisanz, auch der Blick auf die Tabelle heizt das Duell zusätzlich an. Das bekannte Bild zeigt sich erneut: Während Oldenburg diese Saison im gesicherten Mittelfeld verbringt und weder nach oben noch nach unten viel Bewegung möglich ist, steckt Cloppenburg mitten im Abstiegskampf und ist dringend auf Punkte angewiesen. Die Frage wird also sein, ob der Druck beim TV zusätzliche Energie freisetzt – oder ob er zur Belastung wird.

MTV Großenheidorn vs. SV Beckdorf. Der Start in den März ist für den Sportverein aus Beckdorf alles andere als ein Zuckerschlecken. Nachdem man sich vergangene Woche dem Ligaprimus stellen musste, ist man nun auswärts beim Tabellenzweiten aus Großenheidorn gefordert. Ein Spiel, welches durchaus einen gewissen Topspiel-Charakter aufweist und nicht nur deswegen interessant für Fans und Interessierte sein dürfte. Zwar ist das Aufstiegsrennen für die Beckdorfer durch – dass sie jedoch die Qualität haben, „die von oben“ zu ärgern, ist außer Frage.

Das letzte Spiel des Spieltags findet – wie sollte es anders sein – in Northeim statt. Am Sonntag, den 8. März, hat der Tabellendritte die letztplatzierte Mannschaft aus Grüppenbühren/Bookholzberg zu Gast. Rechnerisch kann die „Landkreis-HSG“ aus Grü/Bo den Klassenerhalt zwar noch schaffen, realistisch betrachtet dürfte die Messe jedoch bereits gelesen sein. Auch in der aktuellen Partie sind die Rollen klar verteilt: Northeim ist der Favorit und hat weiterhin die Chance aufzusteigen. Dies dürfte genug Motivation sein, um alles zu geben. Die HSG hingegen hat zwar nichts mehr zu verlieren, jedoch haben sie auch lange nicht mehr gewonnen.

Frauen

Auch in der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Frauen ist die Tabelle nach dem vergangenen Wochenende wieder einheitlich. So haben alle Teams 18 Spiele absolviert und dürfen sich entsprechend auf vier verbleibende Begegnungen freuen. Diese vier Spiele stellen für HSG Hunte-Aue Löwen eine Abschiedstournee dar – ihr Abstieg ist durch die Niederlage gegen die SG Friedrichsfehn/Petersfehn am vergangenen Wochenende bereits vier Spieltage vor Ende der Saison besiegelt. Im zweiten Nachholspiel konnte der MTV Rosdorf vor heimischem Publikum gegen die HSG Stade/Fredenbeck gewinnen. Darüber hinaus steht fest, dass der SV Altencelle und der BV Garrel die Plätze eins und zwei unter sich ausmachen. Sie können von der Konkurrenz nicht mehr eingeholt werden und sichern sich somit die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur dritten Liga – der Handballverband Niedersachsen-Bremen e.V. (HVNB) drückt hierfür schon mal die Daumen.

Auch bei den Frauen startet der Spieltag bereits am Freitagabend. Den Auftakt machen der Hannoversche SC und der TV Hannover-Badenstedt II. Um 20.00 Uhr wird das Stadtderby angepfiffen. Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass der HSC als Favorit in die Partie geht – doch (Stadt-)Derbys haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze. Das Hinspiel dient dabei als warnendes Beispiel: Dort gewann der Tabellenvorletzte überraschend deutlich mit 15 (!) Toren Unterschied. Gelingt den Gastgeberinnen nun die Wiedergutmachung in eigener Halle oder darf sich die Drittligareserve weiterhin als Nummer eins der Landeshauptstadt bezeichnen?

Am Samstag um 15.30 Uhr empfängt der MTV Rosdorf die HSG Hunte-Aue Löwen. Für die Gäste steht der Abstieg bereits fest, sportlich geht es lediglich noch um einen versöhnlichen Saisonabschluss. Rosdorf hingegen hat mit dem Tabellenkeller nichts mehr zu tun, möchte vor heimischer Kulisse jedoch keine Punkte liegen lassen und geht als klarer Favorit ins Spiel gegen das Schlusslicht.

Um 16.00 Uhr kommt es zum Aufeinandertreffen zwischen dem TuS Komet Arsten und dem Tabellendritten des Wilhelmshavener HV. Wilhelmshaven reist als formstarkes Team und Tabellendritter an, doch auch die Gastgeberinnen aus dem Bremer Stadtteil befinden sich in der oberen Tabellenhälfte. Tabellarisch trennen beide Mannschaften nur drei Punkte, Spannung ist somit vorprogrammiert. Und wer weiß, vielleicht gelingt den Bremerinnen ja eine kleine Überraschung.

Zwei Partien stehen um 17.00 Uhr auf dem Programm. Der BV Garrel empfängt die HSG Stade/Fredenbeck. Als Tabellenzweiter geht Garrel favorisiert in die Begegnung und benötigt die Punkte, um Spitzenreiter Altencelle im Meisterschaftsrennen weiter unter Druck zu setzen. Stade/Fredenbeck hingegen braucht die Zähler um den Abstand zu den unteren Tabellenplätzen zu vergrößern – eine schwierige Aufgabe beim Aufstiegsaspiranten.

Parallel dazu trifft der TuS Jahn Hollenstedt auf Spitzenreiter SV Altencelle. Die Rollen sind auch hier klar verteilt: Altencelle dominiert die Liga bislang eindrucksvoll, während Hollenstedt im unteren Tabellendrittel festhängt. Entsprechend kämpft Hollenstedt im Tabellenkeller um jeden Punkt und konnte im richtungsweisenden „Vier-Punkte-Spiel“ gegen Badenstedt zuletzt Selbstvertrauen tanken. Gegen den Ligaprimus braucht es allerdings einen Sahnetag, um etwas Zählbares mitzunehmen.

Den Abschluss des Spieltags bildet am Sonntag um 14.30 Uhr die Begegnung zwischen dem TV Oyten und der SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn. Oyten ist auf Rang neun abgerutscht und steht unter Druck, während die Gäste im gesicherten Mittelfeld rangieren. Die Spielgemeinschaft geht somit leicht favorisiert ins Spiel, darf den TVO im Abstiegskampf jedoch keinesfalls unterschätzen.

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