Gelingt es den Mädels aus Wilhelmshaven den Tabellenersten zu besiegen? Foto: WHV

Regionalliga: zurück zur Normalität

Gipfeltreffen der Männer in Burgdorf – Bei den Frauen erlebt der WHV gleich zwei Topspiele nacheinander

Sturmtief „Elli“ sorgte am vergangenen Wochenende nicht nur für rutschige und schneebedeckte Straßen, sondern auch dafür, dass mehrere Partien unserer beiden Regionalligen nicht angepfiffen werden konnten. Bei den Männern sind zwei, bei den Frauen drei Spiele ausgefallen.

Die Spielverlegungen im Überblick (Stand 15.01.26):

Männer:

  • MTV Großenheidorn vs. MTV Vorsfelde – neuer Termin: Dienstag, 20. Januar 2026, 20:00 Uhr
  • SV Beckdorf vs. TSV Burgdorf – neuer Termin: Sonntag, 01. März 2026, 16:00 Uhr

Frauen:

  • Wilhelmshavener HV vs. SV Altencelle – neuer Termin: Sonntag, 18. Januar, 16:00 Uhr
  • SG Friedrichsfehn/Petersfehn vs. TV Hannover-Badenstedt II – neuer Termin: offen
  • MTV Rosdorf vs. HSG Stade/Fredenbeck – neuer Termin: Sonntag, 1. Februar 2026, 17:00 Uhr
Männer

Dem Großteil der Mannschaften war der kurzzeitige Wintereinbruch anscheinend egal, weswegen sie sich trotz der rutschigen Verhältnisse in die Hallen begeben haben. Dabei kam es – wie sollte es anders sein – wieder mal zu Überraschungen. Besonders im Tabellenkeller geht es aktuell heiß her! Hier die Rückschau auf den vergangenen Spieltag: Der Tus aus Himmelsthür schießt den VfL Hameln beim 37:28-Heimerfolg regelrecht ab, Cloppenburg entscheidet das richtungsweisende Duell gegen den Aufsteiger aus Achim/Baden für sich, Grüppenbühren verliert das Derby gegen den TvdH, Nienburg erkämpft sich einen Punkt gegen den SV Alfeld und die HSG Schaumburg verliert beim 32:27 gegen den Northeimer HC zum ersten Mal in dieser Saison ein Auswärtsspiel.

Es folgt der 16. Spieltag, der nicht nur im Tabellenkeller, sondern auch an der Tabellenspitze hochinteressante Spiele parat hält. Eröffnet wird am Samstag, den 17. Januar, um 18:00 Uhr in zwei Hallen:

SV Alfeld vs. SV Beckdorf. So richtig will es beim Sportverein aus Alfeld nicht laufen – wenn man denkt, es geht bergauf, leisten sich die „Piraten von der Leine“ einen Fauxpas. So auch im letzten Spiel gegen den Vorletzten aus Nienburg, wo man am Ende nicht über ein 28:28-Unentschieden hinauskam. Mit zuletzt zwei Siegen am Stück und der deutlich besseren Punkteausbeute sind die Alfelder eigentlich als Favorit angereist, konnten dieser Rolle aber offensichtlich nicht gerecht werden. Nichtsdestotrotz ist das Team – positiv formuliert – seit drei Spielen ungeschlagen. Beckdorfs Winterpause hingegen wurde unfreiwillig verlängert, weswegen nicht abzuschätzen ist, wie sich die Mannschaft präsentieren wird – dies dürfte ein Vorteil für den SVA sein.

TSV Burgdorf II vs. MTV Großenheidorn. Rein tabellarisch betrachtet geht es kaum besser: Wenn der Erst- auf den Zweitplatzierten trifft, ist das Topspiel der Woche nahezu selbsterklärend. Bereits das Hinspiel hatte es in sich. Die Bundesligareserve aus Burgdorf verspielte in der Crunchtime eine Drei-Tore-Führung, was zunächst in einem 34:34-Unentschieden mündete. Aufgrund eines Fehlers im Spielbericht wurden den Burgdorfern im Nachgang jedoch beide Punkte zugesprochen. Entsprechend dürfte der MTV hoch motiviert sein, es dieses Mal besser zu machen. Wer am Ende die Nase vorn haben wird, hängt nicht zuletzt von der Tagesform zweier Ausnahmespieler ab: Thorge Lutze auf Seiten der Burgdorfer, der mit seinen Würfen aus dem Rückraum immer wieder für die vermeintlich „einfachen“ Tore sorgt und Julius Bausch, der als Spielmacher auf der Mitte das Spiel der Heidorner lenkt und dirigiert. Fans und Interessierte dürfen sich auf einen hochklassigen und spannenden Handballabend freuen.

Um 18:30 Uhr geht es weiter, wenn der TV Cloppenburg in Waltringhausen bei der HSG Schaumburg zu Gast ist. Unterschiedlicher hätte der Start ins neue Jahr kaum verlaufen können. Während die Cloppenburger ihre beeindruckende Siegesserie weiter ausbauten und inzwischen bei drei Erfolgen in Serie stehen, riss die nahezu makellose Auswärtsbilanz (5 Siege, 1 Unentschieden) der Schaumburger. Beim Northeimer HC musste sich die HSG am vergangenen Sonntag erstmals in dieser Saison in der Fremde geschlagen geben. Der TV Cloppenburg ist aktuell die wohl formstärkste Mannschaft der Liga und dürfte entsprechend mit breiter Brust anreisen. Hinzu kommt, dass Schaumburg alles andere als heimstark ist (2 Siege, 6 Niederlagen) – Ob der TV aus Cloppenburg dies nutzen kann? Wir werden es sehen.

Zwei Spiele um 19:00 Uhr beenden den Samstagabend:

VfL Hameln vs. Northeimer HC. Auf Seiten des VfL steht nach der herben Niederlage am vergangenen Wochenende Wiedergutmachung auf dem Programm. Die Mannschaft von Trainer Siegesmund geriet in Himmelsthür unter die Räder und ist außerdem seit drei Spielen ohne Sieg. Die Northeimer hingegen konnten in eigener Halle gegen die auswärtsstarken Schaumburger gewinnen und sackten im ersten Spiel des Jahres die ersten zwei Punkte ein – der dritte Platz ist damit gefestigt.

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg vs. SG Achim/Baden. Ab in den Tabellenkeller! Die „Landkreis-HSG“ aus Grüppenbühren, aktuell auf dem letzten Platz der Tabelle, hat die SG Achim/Baden zu Gast, die immer mehr in Abstiegsnot gerät. Zwar hat die Spielgemeinschaft immer noch ein Polster auf die zwei Regel-Abstiegsplätze – mit Blick auf die Tabellensituation der 3. Ligen besteht jedoch die Möglichkeit, dass aufgrund der in unser Verbandsgebiet absteigenden Mannschaften nach der Saison zwei weitere Teams den Gang in die Oberliga antreten müssen. Entsprechend ist Obacht geboten: Wer auch in der kommenden Saison in der Regionalliga spielen möchte, benötigt dringend Punkte.

Am Sonntag, den 18. Januar findet die letzte Partie des Spieltags statt. Der MTV Vorsfelde begrüßt um 17:00 Uhr den TuS GW Himmelsthür in eigener Halle. Durch den Sieg am vergangenen Wochenende, wo der TuS zwei Punkte einsammeln konnte, sind die Plätze zwölf bis zehn aktuell punktgleich (Alle 11:19). Entsprechend spannend dürfte die Rückrunde werden, schließlich kann noch nicht final gesagt werden, wie viele Mannschaften am Ende der Saison absteigen werden. Verlieren nun auch die Vorsfelder, wäre ein Drittel aller Mannschaften abstiegsgefährdet.

Frauen

Aufgrund der Spielausfälle des vergangenen Wochenendes kommt es zu der Besonderheit, dass sich zwei Teams einem Doppel-Spieltag stellen müssen. Da es sich bei diesen Teams um den Wilhelmshavener HV und den SV Altencelle handelt, finden an diesem Spieltag quasi zwei Topspiele statt. Bevor dies genauer unter die Lupe genommen wird, folgt jedoch der Blick auf die zwei Ergebnisse des letzten Spieltags: Der TuS Komet Arsten bietet dem BV Garrel gute 36 Minuten Paroli, muss sich am Ende dennoch mit acht Toren Unterschied geschlagen geben und der TV Oyten lässt dem Jahn aus Hollenstedt beim 38:23-Heimerfolg nicht den Hauch einer Chance.

Der 14. Spieltag wird durch das aktuelle Topspiel der Woche eröffnet. Der Wilhelmshavener HV hat am Samstag, den 17. Januar, um 14:30 Uhr den BV Garrel zu Gast. Das Wochenende startet für die Damen des WHV also alles andere als leicht – mit dem BV Garrel reist nämlich der aktuelle Spitzenreiter (bei einem Spiel mehr) an den Jadebusen. Die Wilhelmshavenerinnen – aktuell auf dem dritten Platz – können den Abstand von sieben, auf fünf Punkte schmelzen lassen, brauchen dafür aber sicherlich einen Sahne-Tag. Schließlich ging das Hinspiel bereits mit acht Toren verloren, was sich recht deutlich liest. Nichtsdestotrotz darf von einem handballerisch hochklassigen Spiel ausgegangen werden.

Um 16:30 Uhr ist der MTV Rosdorf beim TV Hannover Badenstedt II gefordert. Beide Mannschaften starten an diesem Wochenende in das Jahr 2026, da beide Mannschaften am vergangenen Wochenende wetterbedingt frei bekommen haben. Der MTV ist aufgrund der tabellarischen Situation leichter Favorit, darf den TV aus der Landeshauptstadt aber auch nicht unterschätzen. Dieser muss nämlich eigentlich gewinnen, um die Resthoffnung auf den Klassenerhalt am Leben zu erhalten.

Der Jahn aus Hollenstedt begrüßt um 17:00 die Damen des TuS Komet Arsten. Beide Teams mussten am vergangenen Wochenende Niederlagen einstecken – während die Bremerinnen mit acht Toren Unterschied gegen Garrel verloren, geriet der Jahn bei der 38:23-Niederlage gegen Oyten sogar mit 15 Toren Differenz unter die Räder. Entsprechend gilt es für beide Mannschaften, die Auftaktniederlage schnell abzuhaken und den Fokus wieder auf das eigene Spiel zu lenken. Gewinnt der Jahn, schließt er bis auf drei Punkte zum TuS auf. Andersherum können die Arstenerinnen mit einem Sieg den Abstand auf sieben Punkte vergrößern.

Um 19:15 Uhr findet das letzte Spiel des Tages statt. Die Aufsteigerinnen der SG Friedrichsfehn/Petersfehn (SG FriPe) sind zu Gast beim SV Altencelle. Auch der Spielauftakt des Sportvereins aus Altencelle könnte deutlich einfacher sein – die SG FriPe spielt bisher nämlich eine solide Saison. Nichtsdestotrotz geht der Tabellenzweite (bei einem Siel weniger) natürlich als Favorit in die Partie und dürfte, wie auch im Hinspiel (17:34), alles daranlegen, wieder als Sieger hervorzugehen.

Am Sonntag, den 18 Januar kommt es um 16:00 Uhr zur eingangs erwähnter Besonderheit dieses Wochenendes. Das Topspiel der vergangenen Woche zwischen dem Wilhelmshavener HV und dem SV Altencelle wird hier nachgeholt. Welche der beiden Mannschaften die Doppelbelastung besser wegsteckt, steht absolut in den Sternen. Ein kleiner Vorteil dürfte jedoch auf Seiten der Wilhelmshavenerinnen liegen, da der WHV zwei Mal in eigener Halle spielt und somit keine Reisestrapazen zu erwarten hat. Darüber hinaus hat der SV Altencelle mit Blick auf ihr erstes Spiel eine verhältnismäßig kurze Regernationszeit – Belastungssteuerung ist also angesagt!

Auch der aktuelle Spieltag geht um 16:00 Uhr weiter. Der Hannoversche SC hat die Vampires des TV Oyten zu Gast. Oyten ist super in das neue Jahr gestartet – im ersten Spiel des Jahres konnte ein ungefährdeter Sieg eingefahren werden, der Aufschwung geben dürfte. Der HSC hingegen konnte sich über ein spielfreies Wochenende freuen – welches jedoch von vornherein eingeplant und nichts mit dem Wetter zu tun hatte. Tabellarisch hat der HSC die Nase vorn, ob und wie die Spielpause von gut einem Monat verkraftet wird, ist jedoch schwer einzuschätzen.

Das letzte Spiel des Spieltags wird um 17:00 Uhr bei der HSG Stade/Fredenbeck angepfiffen, wenn die HSG Hunte-Aue Löwen in fremder Halle auf Punktejagd gehen wollen. Im Lager der „Lady-Lions“ sehnt man sich weiterhin nach dem ersten Sieg in dieser Saison. Bislang hat es dazu leider noch nicht gereicht – das beste Ergebnis war ein Unentschieden im letzten Spiel vor der Winterpause. Dieses Remis könnte jedoch ein erster Schritt in die richtige Richtung gewesen sein und den Auftakt zu einer möglichen Aufholjagd markieren. Angesichts des großen Einsatzes und der Moral, die das Team immer wieder zeigt, würde man es der HSG absolut wünschen.

Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga auf HVNB LIVE

Alle Spiele der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga werden auf der verbandseigenen Streamingplattform HVNB LIVE live und on demand übertragen. Jedes Spiel der Männer wird durch einen Live-Kommentar begleitet, um die Fans noch näher ans Geschehen zu bringen.

HVNB LIVE ist die verbandseigene Streamingplattform des Handballverbandes Niedersachsen-Bremen. Über HVNB LIVE kann jeder Verein im Verbandsgebiet mit einfachen Mitteln und ohne Kosten seine Spiele live übertragen und auf Abruf anbieten. Aktiviere jetzt deinen Vereinskanal für die Saison 2025/26!

Ähnliche Beiträge