Im Derby gefordert: Die Landkreis-HSG aus Grüppenbühren/Bookholzberg. Foto: HSG

Regionalliga: Winterpause adé

Derbytime im Landkreis Oldenburg – „Havenstadt“ wird zum Schauplatz des Topspiels der Frauen

Männer

Drei Wochen ist es her, als die Mannschaften der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Männer zuletzt spielen mussten. Und natürlich wollen wir auch den vergangenen Spieltag Revue passieren lassen: Der TvdH Oldenburg knackt beim Sieg über die SG Achim/Baden die 40-Tore-Marke, Schaumburg bezwingt den TuS aus Himmelsthür, Alfeld gewinnt gegen den Aufsteiger aus Grüppenbühren, Vorsfelde muss sich gegen Beckdorf geschlagen geben, Hameln unterliegt dem MTV Großenheidorn, Burgdorf gewinnt gegen Nienburg und der TV Cloppenburg holt überraschend zwei Punkte gegen den Northeimer HC. Nun steht der erste Spieltag des neuen Jahres an – spannend wird sein, welche Mannschaften gut aus der Pause kommen.

Mit Ausnahme eines Spiels finden alle Partien am Samstag, den 10. Januar statt. Beginnen dürfen der TuS GW Himmelsthür und der VfL Hameln. Um 16:45 Uhr wird dieses Spiel angepfiffen. Im Hinspiel noch mit sechs Toren unterlegen, wird der TuS aus dem Hildesheimer Stadtteil Himmelsthür alles daranlegen, den aktuell sechstplatzierten Hamelnern die Punkte zu stehlen. Mit Blick auf die Ergebnisse des VfL gegen die vermeintlichen Kellerkinder dürfte dieses Unterfangen jedoch durchaus schwer werden. So konnten die Männer aus der Rattenfänger-Stadt alle ihre Spiele gegen die aktuellen Mannschaften auf den Plätzen zehn bis 14 gewinnen.

Es folgen drei Spiele um 19:00 Uhr:

SG Achim Baden vs. TV Cloppenburg. Die Spielgemeinschaft aus Achim und Baden ist als Aufsteiger fulminant in die Regionalliga-Saison gestartet und konnte am zweiten Spieltag auch einen Sieg gegen den TV Cloppenburg feiern. Entsprechend klar dürfte die Marschroute für das Rückspiel sein: Erneut gewinnen. So einfach es manchmal scheint, ganz so leicht ist es dann doch nicht – denn der Gegner hat natürlich eigene Interessen. Der TV Cloppenburg kann mit einem Sieg punktetechnisch gleichziehen und die Spielgemeinschaft dank des besseren Torverhältnisses sogar hinter sich lassen. Für beide Teams zählt damit im Grunde nur ein Sieg, was der Partie eine gehörige Portion Spannung verleiht.

SV Beckdorf vs. TSV Burgdorf II. Im Topspiel der Woche ist die Bundesligareserve aus Burgdorf zu Gast beim durchaus heimstarken Sportverein aus Beckdorf. Während es für die TSV noch um den Aufstieg in die dritte Liga geht, befindet sich der SV auf dem fünften Platz und damit im Kampf um die „goldene Ananas“. Mit dem Abstieg hat man rein gar nichts zu tun, nach oben dürfte jedoch auch nicht mehr viel gehen – nichtsdestotrotz findet es jede Mannschaft gut, die vermeintlichen Favoriten zu ärgern und ihnen das Leben möglichst schwer zu machen.

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg vs. TvdH Oldenburg. In dieser Partie stehen sich der Landkreis und die Stadt Oldenburg gegenüber – es ist somit Derbyzeit! Schlappe 32 Kilometer und lediglich 24 Autominuten trennen beide Mannschaften, was für einen zusätzlichen Schub an Spannung und Einsatzbereitschaft sorgen dürfte. Darüber hinaus hat die HSG noch einiges aus dem Hinspiel gutzumachen: Am zweiten Spieltag verlor man nicht nur mit neun Toren Unterschied, beim 25:16 erzielte man nicht einmal 20 Treffer. Ein Sieg der Oldenburger hingegen würde die Misslichkeit des Nachbarn weiter vergrößern und dafür sorgen, dass dieser weiterhin den letzten Tabellenplatz belegt.

Zwei weitere Spiele starten um 19:30 Uhr:

MTV Großenheidorn vs. MTV Vorsfelde. Lange mussten Fans und Interessierte warten, nun ist endlich wieder so weit: Es kommt zum MTV-Duell. Der Ligaprimus aus Großenheidorn hat den Tabellenachten aus Vorsfelde zu Gast. Die Favoritenrolle klärt sich damit (eigentlich) von selbst. Dass die Vorsfelder jedoch auf Favoritenrollen nichts geben, haben sie mit Siegen gegen den Northeimer HC oder den TvdH Oldenburg bereits eindrucksvoll bewiesen. Somit dürfte es eine spannende Partie werden, die mit Sicherheit das ein oder andere Highlight parat halten dürfte.

HSG Nienburg vs. SV Alfeld. Die Handballspielgemeinschaft aus Nienburg steckt tief im Tabellenkeller. Mit bereits vier Punkten Rückstand auf das rettende Ufer wird die Mission Klassenerhalt zu einer echten Herausforderung. Unmöglich ist sie zwar nicht, doch dafür braucht es dringend Punkte – idealerweise gegen direkte Konkurrenten aus dem Tabellenkeller oder zumindest aus dem unteren Tabellendrittel. Da kommt der SV Alfeld auf den ersten Blick gerade recht. Was sich in der Theorie einfach anhört, dürfte in der Praxis jedoch alles andere als leicht werden. Die Alfelder selbst werden eine möglichst ruhige Rückrunde anstreben und sich so schnell wie möglich aus der Gefahrenzone verabschieden wollen – am besten mit Siegen gegen die Teams aus der unteren Tabellenregion. Wer am Ende wen ärgern wird, wissen wir spätestens nach dem Abpfiff der Partie.

Das eingangs erwähnte „Ausreißer-Spiel“ wird am Sonntag, den 11. Januar um 17:00 Uhr in Northeim angepfiffen. Die HSG Schaumburg ist zu Gast beim Tabellendritten, der sich gewiss ein anderes Team als ersten Gegner nach der Winterpause gewünscht hätte. Mit der HSG kommt nämlich ein kleiner „Auswärtsschreck“ angereist: Elf der 15 Punkte holte das Team in der Ferne. Hinzu kommt, dass den Northeimern im Aufstiegsrennen anscheinend langsam, aber sicher die Luft ausgeht. So verlor man das letzte Spiel des vergangenen Jahres und hat nun vier Punkte Abstand auf den zweiten Platz, der zum Aufstieg ermächtigen würde. Der NHC geht nichtsdestotrotz als leichter Favorit in dieses Spiel, einfach wird es für die Schwarz-Gelben aber nicht.

Frauen

Auch die Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Frauen startet nach der Winterpause wieder in den Spielbetrieb. Knapp einen Monat konnten sich die Teams ausruhen und erholen – nun geht es jedoch wieder auf Punktejagd.

Das Topspiel der Woche eröffnet den Spieltag! Das Spiel zwischen dem Wilhelmshavener HV und dem SV Altencelle wird am Samstag, den 10. Januar bereits um 14:30 Uhr angepfiffen. Somit reist der Tabellenerste früh morgens Richtung Jadebusen, um dort gegen die aktuell drittplatzierten Wilhelmshavenerinnen zu spielen. Das zweite Topspiel nacheinander für den (neuen) Ligaprimus, der dem BV Garrel am vergangenen Spieltag die erste Niederlage zufügen konnte. Ob der SVA an diese Leistung anknüpfen kann, wird sich zeigen, der WHV wird sicherlich alles geben, um die Punkte im Norden zu halten.

Weiter geht es um 17:00 Uhr – hier treffen der BV Garrel und der TuS Komet Arsten aufeinander. Im Hinspiel kam der Aufsteiger aus Bremen ordentlich unter die Räder. Bei der 19:33-Niederlage in eigener Halle – was zeitgleich auch das erste Regionalligaspiel des TuS war – wurde man alles andere als freundlich in der Liga begrüßt. Entsprechend dürfte für die Bremerinnen gelten, es dieses Mal besser zu machen und mehr Gegenwehr zu leisten. Zu verlieren haben sie nichts, schließlich geht der BV Garrel als klarer Favorit in das Spiel.

Das nächste Spiel startet um 17:30 Uhr. Der TV Hannover-Badenstedt II ist zu Gast bei der SG Friedrichsfehn/Petersfehn (SG FriPe). Die Damen der SG FriPe sind vielleicht die Überraschung der bisherigen Saison: Als Aufsteigerinnen befinden sie sich mit einem positiven Punkteverhältnis aktuell auf dem 5. Platz, was mehr als beachtlich ist. Ganz anders ist die Situation bei der Drittligareserve aus Badenstedt. Lediglich vier Punkte und ein negatives Torverhältnis bedeuten aktuell den vorletzten Platz. Um den Anschluss nicht zu verlieren, müssen also schleunigst Punkte her – vielleicht bereits ja an diesem Spieltag.

Um 18:00 Uhr empfängt der MTV Rosdorf die Damen der HSG Stade/Fredenbeck zum letzten Spiel des Tages. Geografie-Fans aufgepasst, dieses Spiel ist was für euch! Rosdorf liegt im Landkreis Göttingen – somit stellt der MTV das südlichste Team der Liga dar. Mit der HSG Stade/Fredenbeck reist nun das nördlichste Team der Liga an, sodass es zu einem klassischen Nord-Süd-Duell kommt. Auch der Blick auf die Tabelle verspricht Spannung, denn lediglich zwei Punkte trennen beide Mannschaften.

Auch am Sonntag, den 11. Januar, wird gespielt. Um 14:30 Uhr ist der Jahn aus Hollenstedt zu Gast bei den „Vampires“ des TV Oyten. Das letzte Spiel des Spieltags verspricht aufgrund der tabellarischen Situation Spannung. So trennen beide Mannschaften lediglich drei Punkte, was dem Jahn die Möglichkeit bietet, auf den TV aufzuschließen und für zusätzlichen Druck zu sorgen. Oyten hingegen kann sich mit einem Sieg etwas Luft verschaffen und den Anschluss ans Mittelfeld halten.

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Alle Spiele der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga werden auf der verbandseigenen Streamingplattform HVNB LIVE live und on demand übertragen. Jedes Spiel der Männer wird durch einen Live-Kommentar begleitet, um die Fans noch näher ans Geschehen zu bringen.

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