Lena Magull und dem TuS Jahn Hollenstedt reichen ein Punkt zum Klassenerhalt. Foto: Gabi Müller

Regionalliga: weitere Entscheidungen vor der Pause?

GrüBo geht runter, Nienburg zum Siegen verdammt– zwei Fragezeichen und viel Niemandsland bei den Frauen.

Männer

Was war da denn los am vergangenen Wochenende in der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Männer? Sowohl der MTV aus Großenheidorn als auch der Northeimer HC können aus der Niederlage der Burgdorfer keinen Profit schlagen und spielen selbst nur Unentschieden gegen den SV Beckdorf bzw. die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Und auch abseits der Tabellenspitze gab es spannende Ergebnisse: Der TuS Himmelsthür gewinnt das Kellerduell gegen die HSG Nienburg und vergrößert die Abstiegssorgen der „Meerbachspatzen“ damit um ein Vielfaches, die HSG Schaumburg befördert den SV Alfeld durch den Heimsieg temporär auf den drittletzten Platz, die SG Achim/Baden kann dem MTV Vorsfelde in eigener Halle einen Punkt abnehmen und der TV Cloppenburg gewinnt das Derby gegen den TvdH Oldenburg.

Bühne frei für den nächsten Spieltag, der einige Paarungen von Teams aus der oberen gegen die aus der unteren Tabellenhälfte bereithält. Für die Auftaktpartie richten wir den Blick jedoch erstmal auf die erweiterte Abstiegszone. Der SV Alfeld und der VfL Hameln treffen heute Abend, also am 13. März 2026, um 20.00 Uhr zum ersten Spiel des Wochenendes aufeinander. Und sollte der VfL da weitermachen, wo er am letzten Freitag aufgehört hat, kann sich die Heimmannschaft warm anziehen. Den Jungs aus der Rattenfängerstadt gelang nämlich nach sieben sieglosen Spielen der Befreiungsschlag – und das ausgerechnet gegen den Ligaprimus aus Burgdorf. Alfeld auf der anderen Seite findet sich nach der Niederlage gegen Schaumburg und aufgrund des schlechteren Torverhältnisses im Vergleich zu den anderen Teams aktuell auf dem zwölften Platz wieder. Das Thema Abstieg ist bei den „Piraten von der Leine“ damit noch lange nicht abgehakt.

Am Samstag, den 14. März, kommt es um 19.00 Uhr zu zwei Spielen:

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg vs. TV Cloppenburg. Auch die auf dem letzten Tabellenplatz stehende „Landkreis-HSG“ konnte am vergangenen Wochenende endlich mal wieder Punkten. Kian Krause stellte das Endergebnis mit seinem „Buzzer-Beater“ auf 28:28 und bescherte seiner Mannschaft damit nach einer gefühlten Ewigkeit wieder einen Punkt. Bei all der Freude gilt dennoch: Was sich lange angedeutet hat, ist nun auch rein rechnerisch belegt. Die „Landkreis-HSG“ muss den Weg in die Oberliga antreten, da der Klassenerhalt aufgrund der anderen Ergebnisse nicht mehr möglich ist. Im Lager der Cloppenburger dürfte die Stimmung besser sein – der TVC gewann vergangene Woche das Derby gegen den TvdH Oldenburg und katapultierte sich damit auf den 9. Tabellenplatz. Bei einem Punkt Vorsprung auf das Verfolger-Trio bestehend aus Himmelsthür, Achim/Baden und Alfeld hat man in Cloppenburg aktuell die beste Ausgangslage in Sachen Klassenerhalt inne.

SV Beckdorf vs. TuS GW Himmelsthür. Die Beckdorfer wollen sich den 4. Tabellenplatz nicht mehr nehmen lassen. Das zeigten sie auch gegen den MTV Großenheidorn. Zwar wäre dem Spielverlauf nach am vergangenen Wochenende durchaus ein Sieg drin gewesen, am Ende reichte die Kraft aber „nur“ für einen Punkt. Dennoch: Die Leistung untermauert, dass der SVB zurecht das steht, wo er steht. Himmelsthür indes hat gezeigt, dass sie den Abstiegskampf angenommen haben. Im 4-Punkte-Spiel gegen Nienburg behielten die „Grün-Weißen“ die Nerven, gewannen und konnten den Abstand auf einen direkten Abstiegsplatz damit auf sechs Punkte ausweiten. Ob sich die Siegesserie (2 Siege aus den letzten beiden Spielen) fortführt, wird sich zeigen.

Die restlichen drei Partien des Samstags stehen um 19.30 Uhr an:

HSG Nienburg vs. Northeimer HC. Nienburg steht nach dem vergangenen Wochenende mit dem Rücken zur Wand. Der Abstand auf die Plätze zehn bis zwölf beträgt nun sechs Punkte, was die Mission Klassenerhalt in weite Ferne hat rücken lassen. Bei fünf verbleibenden Spielen muss nun einiges zusammenkommen, um nicht den Weg in die Oberliga antreten zu müssen. Auch in Northeim wird man sich noch immer über den letzten Spieltag ärgern – schließlich hätte man mit einem Sieg punktetechnisch auf den MTV Großenheidorn aufschließen können. Am Ende kam der NHC beim Tabellenletzten aus Grüppenbühren jedoch nicht über ein Unentschieden hinaus. Entsprechend hat man noch immer einen Rückstand von zwei bzw. einem Punkt auf Burgdorf bzw. Großenheidorn.

TSV Burgdorf II vs. MTV Vorsfelde. Die Siegesserie der Burgdorfer von drei Spielen fand am vergangenen Freitag gegen den VfL Hameln ein Ende. Was durchaus hätte böse enden können, ist aufgrund der Ergebnisse der Verfolger jedoch nicht ganz so dramatisch einzuordnen. Dennoch: Mehr von diesen Ausrutschern sollte sich die Bundesligareserve nicht erlauben, ansonsten könnte der Aufstieg nochmal in Gefahr geraten. Auch der MTV aus Vorsfelde konnte am vergangenen Wochenende keinen Sieg einfahren. Gegen die Spielgemeinschaft aus Achim und Baden kamen die Vorsfelder nicht über ein Unentschieden hinaus. Demnach dürfte davon ausgegangen werden, dass beide Mannschaften gewillt sind, zurück in die Erfolgsspur zu finden.

MTV Großenheidorn vs. SG Achim/Baden. Mit dem Last-Minute-Unentschieden sind die Heidorner vergangene Woche nochmal glimpflich davongekommen. So Stand in Minute 53 noch ein Rückstand von drei Toren auf der Anzeigetafel, der durch den verwandelten Siebenmeter von Julius Bausch – zeitgleich die letzte Aktion des Spiels – aber egalisiert werden konnte. Entsprechend steht der MTV weiterhin auf einem direkten Aufstiegsplatz – mit einem Punkt Vorsprung auf den Northeimer HC, der auf Platz drei folgt. Die SG Achim/Baden befindet sich mittendrin im „Club der 16er“ – zusammen mit Himmelsthür und Alfeld (alle 16 Punkte) bildet die Spielgemeinschaft aktuell die erweiterte Abstiegszone. Somit ergibt sich aber auch, dass beide Teams die Punkte benötigen – einmal für den Traum Aufstieg und einmal für das Ziel Klassenerhalt.

Die letzte Partie des Spieltags wird am Sonntag, den 14. März, um 16.00 Uhr in der EWE-Arena in Oldenburg angepfiffen. Die HSG Schaumburg ist zu Gast beim Turnverein vor dem Haarentor. Der Rahmen könnte nicht besser sein: Der TvdH lässt sich erneut nicht lumpen und trägt zum letzten Mal in dieser Saison ein Heimspiel in der EWE-Arena aus. Und es kommt noch besser: Das Heimspiel ist als Familienspieltag mit diversen Mitmachaktionen für Groß und Klein angepriesen, was eine volle Halle erwarten lässt. Darüber hinaus lässt auch die Paarung Gutes vermuten: Im Topspiel der Woche trennt beide Teams lediglich ein Punkt. Für die Schaumburger wird vor allem der Angriff entscheidend sein: Der TvdH stellt nämlich die beste Abwehr, weswegen sich die HSG Mittel und Wege überlegen muss, diese auszuhebeln.

Frauen

Auch in der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga gab es durchaus wilde Ergebnisse, die so im Vorhinein nicht unbedingt zu erwarten waren. Der Hannoversche SC revanchiert sich für die Hinspiel-Niederlage und gewinnt das Stadtduell gegen die 2. Damen des TV Hannover-Badenstedt, der MTV Rosdorf kommt zu Hause gegen die HSG Hunte-Aue Löwen nicht über ein Unentschieden hinaus, der TuS Komet Arsten schießt den Wilhelmshavener HV ab, der Jahn aus Hollenstedt hat gegen den SV Altencelle keine Chance, Garrel lässt gegen die HSG Stade/Fredenbeck Federn und der TV Oyten und die SG FriPe trennen sich Unentschieden. Während die Männer am nächsten Wochenende nochmal gefordert sind, ist der 20. Spieltag für die Frauen der letzte, vor der Osterpause, die bis in den April hineingeht. Auch wenn Vieles bereits entschieden ist, steht der zweite Absteiger rein rechnerisch noch aus – deswegen Feuer frei!

Eröffnen dürfen der BV Garrel und die HSG Hunte-Aue Löwen. Am heutigen Freitag, den 13. März 2026 kommt es um 20.30 Uhr zu diesem Duell. Die zweitplatzierte Mannschaft aus Garrel verlor am vergangenen Wochenende überraschend gegen die HSG aus Stade und Fredenbeck. Ob die Gedanken nach der bereits erfolgten Qualifikation für die Aufstiegsrelegation zur dritten Liga etwas abgeschweift sind? Man weiß es nicht – gegen die „LadyLions“ aus Barnstorf/Diepholz gehen die Damen aus Garrel jedoch wieder als Favorit in die Partie. Was der HSG jedoch Auftrieb geben dürfte, ist die Tatsache, dass sie bereits abgestiegen sind und demnach nichts mehr zu verlieren haben.

Weiter geht es am Samstag, den 14. März, um 14.30 Uhr. Der Wilhelmshavener HV empfängt den TuS Jahn Hollenstedt. Die Damen des WHV mussten am vergangenen Wochenende eine empfindliche 13-Tore-Niederlage hinnehmen. Die einzige Führung war das 1:0 – danach geriet man ordentlich unter die Räder. Wiedergutmachung ist also angesagt! Für den Jahn auf der anderen Seite würde ein einfacher Punkt den Klassenerhalt bedeuten. Verliert der TV Hannover-Badenstedt II im Parallelspiel, kann sich der Jahn sogar auch eine Niederlage leisten – sie würden dann trotzdem die Klasse halten. Wenn das nicht Ansporn genug ist!

Um 16.30 Uhr stehen zwei Partien an:

MTV Rosdorf vs. TV Oyten. Beide Mannschaften haben den Klassenerhalt bereits sicher und dürften darüber mehr als glücklich sein. Die verbleibenden Spiele können entsprechend genutzt werden, um Dinge auszuprobieren und Neues einzustudieren. Fans und Interessierte dürfen sich währenddessen auf ein Spiel auf Augenhöhe freuen – lediglich drei Punkte trennen beide Mannschaften.

TV Hannover-Badenstedt II vs. HSG Stade/Fredenbeck. Die zweite Mannschaft mit aktuell noch ungewisser Zukunft ist die Drittligareserve aus Hannover-Badenstedt. Theoretisch ist der Klassenerhalt noch möglich – dafür darf der Jahn aus Hollenstedt jedoch keinen Punkt mehr holen und man selbst muss alle drei verbleibenden Spiele gewinnen. Das Gewinnen hat sich jedoch das ganze Jahr schon als Herausforderung herausgestellt und wird beim Blick auf das Restprogramm nicht einfacher – sowohl Garrel als auch Altencelle warten nach der Osterpause.

Eine Stunde später, um 17.30 Uhr kommt es zum letztjährigen Topspiel der Oberliga Nord – die Spielgemeinschaft aus FriPe hat den TuS Komet Arsten zu Gast. Im vergangenen Jahr haben beide Mannschaften jeweils einmal gewonnen. Das Hinspiel der aktuellen Saison ging an den TuS. Am Ende stand ein 30:20-Erfolg für die Bremerinnen auf der Anzeigetafel. Entsprechend haben die Ammerländerinnen aus FriPe sicher noch eine Rechnung offen, die beglichen werden muss. Sollten beide Mannschaften ihrem Stil treu bleiben, hat die SG am Ende die Nase vorn.

Das letzte Spiel des Spieltags findet beim Ligaprimus aus Altencelle statt. Zu Gast ist der Hannoversche SC, der durch den Derbysieg am vergangenen Wochenende mit reichlich Rückenwind anreisen dürfte. Damit kommt es zum direkten Duell Erster gegen Dritter – und damit zugleich zum Topspiel der Woche. Die Ausgangslage verspricht also einiges an Spannung: Während Altencelle seine Tabellenführung weiter festigen möchte, hat der Hannoversche SC die Chance, mit einem Erfolg den Abstand im Rennen um den dritten Platz auszubauen. Das Hinspiel verlief allerdings klar zugunsten der Gastgeber: Altencelle setzte sich damals mit zehn Toren Unterschied durch und unterstrich damit die starke Form. Der HSC dürfte daher besonders motiviert sein, sich für diese deutliche Niederlage zu revanchieren und dem Tabellenführer diesmal deutlich mehr Gegenwehr zu leisten.

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