
Regionalliga: Spannung quer durchs Verbandsgebiet
Trotz Fastenzeit: Kein Verzicht auf Handball – packende Spiele in beiden Regionalligen.
Männer
Nach der Niederlage der Vorsfelder vom vergangenen Wochenende ist in der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Männer im Jahre 2026 nur noch der SV Beckdorf verlustpunktfrei. Wie lange der aktuell viertplatzierte dies noch aufrechterhalten kann, wird sich zeigen. Erstmal folgt der Rückblick auf den vergangenen Spieltag: Der TuS GW Himmelsthür legt gegen den TvdH Oldenburg einen Turbostart hin, verliert am Ende aber dennoch mit einem Tor, die HSG Schaumburg kann auf einmal auch zu Hause punkten und gewinnt nach einer hitzigen Schlussphase gegen den MTV Vorsfelde, Achim/Baden holt zwei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf und erhöht die Sorgen des VfL Hameln, Beckdorf bezwingt die HSG Nienburg, Cloppenburg verlangt den Burgdorfern alles ab, schafft die Sensation jedoch nicht und der SV Alfeld muss sich dem Northeimer HC geschlagen geben.
Der nächste Spieltag steht bereits in den Startlöchern und wird am heutigen Freitag, den 20. Februar 2026, um 20.00 Uhr in Beckdorf eröffnet. Zu Gast ist die Spielgemeinschaft aus Achim und Baden, die nach dem Sieg am vergangenen Wochenende mit breiter Brust anreisen dürfte. Die Brust der Beckdorfer dürfte jedoch ebenso breit sein, schließlich sind sie das einzig verbliebende Team, dass im Jahr 2026 noch keinen Punkt abgegeben hat. Folgerichtig steht die Mannschaft aus dem Landkreis Stade auf dem vierten Platz und somit direkt hinter dem Spitzentrio. Achim/Baden hat sich mit dem eingangs erwähnten Sieg am vergangenen Wochenende erstmal wieder Luft verschafft und steht mit 15 Punkten aktuell auf dem zehnten Platz. Für die SG geht es damit um nicht weniger als den Verbleib in der Regionalliga.
Weiter geht’s am Samstag, den 21. Februar, um 19.00 Uhr – hier stehen gleich drei Partien an:
TvdH Oldenburg vs. Northeimer HC. Was soll man diese Saison zum TvdH sagen? Die Mannschaft überrascht Fans und Interessierte immer wieder – positiv wie negativ. Auf der einen Seite stellt man die beste Abwehr und hält gegen die Top-Teams mit, auf der anderen Seite müht man sich gegen den TuS aus Himmelsthür ab. Und wie: Die Grün-Weißen haben es den Oldenburgern letztes Wochenende richtig schwer gemacht. Über ein 5:1 (11.) und 7:2 (14.) zog der Gastgeber weg, ehe auch die Oldenburger anfingen Handball zu spielen und das Ergebnis bereits in der 21. Minute egalisierten (8:8). In der Folge konnten sich die Oldenburger zwar zwischenzeitlich auf bis zu vier Tore absetzen, mussten am Ende jedoch noch einmal zittern und sicherten sich mit einem knappen 31:30-Erfolg die Punkte – ein gutes Pferd eben. In eigener Halle soll es gegen den Northeimer HC nun wieder souveräner laufen. Von Beginn an will man das Topspiel der Woche kontrollieren und die Gäste aus Südniedersachsen ohne Punkte auf die Heimreise über die A7 schicken.
TSV Burgdorf II vs. HSG Schaumburg. Die Jungspunde aus der Reckenschmiede mussten sich vergangene Woche gegen den TV Cloppenburg ordentlich strecken. Ohne ihren Goalgetter Thorge Lutze kamen sie bei der erfahrenen Truppe aus dem Oldenburger Münsterland nicht über einen 34:36-Auswärtssieg hinaus. Durch den Erfolg steht die Truppe von Trainer Alvarez weiter auf dem 1. Platz und ist dadurch noch immer auf Kurs Aufstieg. Nun kommt mit der HSG Schaumburg die nächste Herausforderung, die sicherlich auch kein Selbstläufer wird. Die Schaumburger – Ligaweit nur als „Auswärtsschreck“ bekannt – haben sich in den vergangenen Wochen in einen kleinen Lauf gespielt. Die vergangenen drei Spiele konnten alle gewonnen werden – dabei gab es immer über 30 eigene Tore – beim 35:42-Auswärtssieg in Achim/Baden sogar über 40!
HSG Grüppenbühren/Bookholzberg vs. TuS GW Himmelsthür. Die „Landkreis-HSG“ muss weiter stark bleiben – der letzte Punktgewinn ist eine halbe Ewigkeit her, weswegen man sich entsprechend nicht aus dem Tabellenkeller bzw. vom letzten Platz lösen konnte. Die Saison scheint gelaufen – und dennoch: Als Sportler hat man immer den Anspruch, sich teuer zu verkaufen – warum dann nicht auch gegen den Mitaufsteiger aus Himmelsthür? Schließlich könnte man die Abstiegssorgen der Grün-Weißen mit einem Sieg um ein Vielfaches vergrößern. Himmelsthür braucht die Punke nämlich ganz dringend, da sonst der Abstand zu Alfeld größer werden könnte, der aktuell noch einen Platz vor ihnen steht. Während die HSG also befreit aufspielen kann, ist der Druck ganz klar auf Seiten des TuS – spannend wird sein, ob die Spieler diesem auch gewachsen sind.
Um 19.15 Uhr richten sich die Blicke nach Alfeld: Der SV bekommt es mit dem TV Cloppenburg zu tun. Sportverein gegen Turnverein, Elfter gegen Neunter – und lediglich ein Punkt Unterschied auf der Habenseite. Genau diese Konstellationen machen den Reiz unseres Sports aus. Während Alfeld als Verfolger in die Partie geht, haben die Cloppenburger die Chance, sich mit einem Auswärtssieg auf drei Punkte abzusetzen und sich zunächst etwas Luft im Tabellenkeller zu verschaffen. Dabei gilt weiterhin: Noch ist nicht endgültig geklärt, wie viele Mannschaften am Ende absteigen müssen. Je nach Konstellation können auch vermeintlich sichere Tabellenplätze noch in Gefahr geraten. Umso wichtiger ist jeder einzelne Punkt im Kampf um den Klassenerhalt.
Das letzte Spiel des Tages und zeitgleich des gesamten Spieltags findet um 19.30 Uhr in Vorsfelde statt. Die Razorbacks dürfen den gebeutelten VfL Hameln begrüßen, der seit nunmehr sechs Spielen ohne Sieg ist. 19 Spieltage hat es gedauert, bis punktetechnisch ein Abstand entstanden ist, der die Tabelle in eine obere und untere Hälfte teilt. Umso schöner, dass nun genau die beide Mannschaften gegeneinander spielen, die letzter der oberen (Vorsfelde) bzw. erster der unteren (Hameln) Hälfte sind. Fünf Punkte trennen beide Mannschaften inzwischen, was die Vorsfelder aus dieser Perspektive zu den Favoriten macht. Es sprechen aber auch diverse andere Gründe dafür: Hameln wartet seit sechs Spielen auf Zählbares, ist damit das formschwächste Team hinter Grüppenbühren und befindet sich im freien Fall Richtung Abstiegszone. Noch wirkt der Vorsprung vielleicht komfortabel – die anderen Kellerkinder befinden sich aber schon in Lauerstellung.
Frauen
Rosen wurden am vergangenen Wochenende in der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Frauen nicht verteilt – ganz im Gegenteil: Einige Ergebnisse lassen auf Abwehrschlachten vermuten, woraus eher blaue Flecken hervorgehen. Hier die Ergebnisse des letzten Spieltags: Der Jahn hat den Abstiegskampf angenommen und gegen die HSG Stade/Fredenbeck gewonnen, Garrel ist nach dem Sieg gegen den Hannoverschen SC zurück auf der Siegerstraße, Rosdorf gewinnt das Aufsteiger-Duell gegen FriPe, der TuS aus Arsten macht es gegen den TV aus Badenstedt deutlich, Die HSG Hunte-Aue Löwen verlieren denkbar knapp gegen Wilhelmshaven und auch der TV Oyten verkauft sich bei der Niederlage gegen den SV Altencelle teuer.
Bevor wir auf den aktuellen Spieltag blicken, stand am gestrigen Donnerstag, den 19. Februar 2026, das Nachholspiel zwischen der SG FriPe und dem TV Hannover-Badenstedt II an. Mit kleinem Kader haben die Badenstedterinnen das Größtmögliche herausgeholt – nämlich zwei Punkte. Durch die Unterstützung einiger Drittligaspielerinnen, konnten die Mädels aus der Landeshauptstadt mit 31:33 gewinnen. Tabellarisch gesehen konnte man den Abstand auf Hollenstedt damit auf drei Punkte verringern.
Der 18. Spieltag wird am morgigen Samstag, den 21. Februar 2026, eröffnet. Um 14.00 Uhr treffen der Wilhelmshavener HV und der TV Oyten aufeinander. Auch wenn der WHV als Favorit in die Partie geht, dürfte es ein schweres Unterfangen werden. Der TV Oyten präsentierte sich am vergangenen Wochenende nämlich in guter Form und verlor lediglich mit drei Toren Unterschied gegen den favorisierten Sportverein aus Altencelle. Die Wilhelmshavenerinnen hingegen mühten sich gegen die „Lady-Lions“ ab und gewannen am Ende nur mit zwei Toren Differenz. Mit Blick auf die Tabelle ergibt sich für beide Teams keine nennenswerte Brisanz: der WHV ist zwar noch im Rennen um Platz drei, Oyten dürfte jedoch inzwischen genug Vorsprung haben und mit dem Abstieg nichts mehr tun bekommen.
Um 16.30 Uhr richtet sich der Blick auf die Landeshauptstadt: Der TV Hannover-Badenstedt II empfängt den TuS Jahn Hollenstedt zu einem richtungsweisenden Duell im Tabellenkeller. Für die Drittligareserve könnte es eine der letzten Chancen sein, noch einmal entscheidend Boden gutzumachen. Nach dem Sieg im Nachholspiel unter der Woche beträgt der Rückstand auf den Jahn aktuell nur noch drei Punkte. Mit einem weiteren Erfolg würde Badenstedt bis auf einen Zähler heranrücken – bei dann noch vier ausstehenden Spieltagen wäre der Abstiegskampf an Dramatik kaum zu überbieten. Außerdem gilt es, den direkten Vergleich irgendwie auf die eigene Seite zu holen – der Jahn konnte das Hinspiel mit sechs Toren Unterschied gewinnen, was diese Aufgabe nicht gerade leicht macht. Sollte der Jahn erneut die Punkte mitnehmen, würde sich der Abstand vergrößern und die Ausgangslage deutlich entspannen. Für den TV wäre es dann eine echte Mammutaufgabe, das Ruder in den verbleibenden Partien noch einmal herumzureißen.
Weiter geht es um 18.00 Uhr, wenn der MTV Rosdorf die zweitplatzierte Mannschaft aus Garrel zum Topspiel der Woche empfängt. Die Aufsteigerinnen aus dem Süden des Bundeslandes zeigten vergangene Woche ein fulminante Aufholjagd gegen die SG FriPe. Zwischenzeitlich lag man mit sechs Toren zurück, konnte die Partie am Ende mit 30:28 gewinnen. Ob das auch gegen den Favoriten aus Garrel funktioniert, wird sich zeigen. Nichtsdestotrotz dürfen Fans und Interessierte von einem ansehnlichen Spiel ausgehen, in dem beide Mannschaften alles geben werden, die Punkte am Ende für sich zu gewinnen.
Das letzte Spiel des Samstags findet um 19.15 Uhr statt. Der Ligaprimus aus Altencelle bekommt es mit den Aufsteigerinnen des TuS Komet Arsten zu tun. Die Rollenverteilung ist klar: Underdog dieser Partie sind die Bremerinnen. Sie können entsprechend frei aufspielen, weil tendenziell von einem Sieg der Altencellerinnen ausgegangen werden muss. Es gilt jedoch das altbekannte Motto „sag niemals nie“, weswegen auch hier durchaus die Möglichkeit der Überraschung besteht. Die gute alte Tagesform wird seinen Teil sicherlich dazu beitragen.
Die HSG Stade/Fredenbeck und der Hannoversche SC beschließen den Spieltag am Sonntag, den 22. Februar, um 14.00 Uhr. Rein tabellarisch geht der HSC dabei favorisiert in die Partie. Doch Vorsicht: Die HSG hat in eigener Halle bereits mehrfach ihre Heimstärke unter Beweis gestellt und einige wichtige Siege eingefahren. Zudem war schon das Hinspiel eine enge Angelegenheit, die der Hannoversche SC nur denkbar knapp mit 30:29 für sich entscheiden konnte. Entsprechend dürfen sich Fans und Interessierte auch diesmal auf ein umkämpftes Duell einstellen.
Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga auf HVNB LIVE
Alle Spiele der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga werden auf der verbandseigenen Streamingplattform HVNB LIVE live und on demand übertragen. Jedes Spiel der Männer wird durch einen Live-Kommentar begleitet, um die Fans noch näher ans Geschehen zu bringen.
HVNB LIVE ist die verbandseigene Streamingplattform des Handballverbandes Niedersachsen-Bremen. Über HVNB LIVE kann jeder Verein im Verbandsgebiet mit einfachen Mitteln und ohne Kosten seine Spiele live übertragen und auf Abruf anbieten. Aktiviere jetzt deinen Vereinskanal für die Saison 2025/26!
