Der TvdH trägt das letzte Duell des Jahres in der kleinen EWE-Arena aus. Foto: TvdH Oldenburg

Regionalliga: Jahresfinale mit besonderem Hallenflair

Oldenburg und Hameln fahren groß auf – Frauen bereits in der Winterpause.

Männer

Der Herbstmeister der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Männer kommt in diesem Jahr aus Großenheidorn. Die Mannschaft von Trainer Lux steht nach dem Derbysieg über Schaumburg (26:27; 16:14) mit 23:3-Punkten an der Spitze der Tabelle. Auch abseits des letztwöchigen Topspiels hat sich einiges getan: der MTV Vorsfelde gewinnt gegen die HSG Nienburg, der SV Beckdorf unterliegt dem VfL Hameln, der SV Alfeld holt überraschend zwei Punkte gegen den TvdH Oldenburg, der TV Cloppenburg entscheidet das Kellerduell gegen den TuS Himmelsthür für sich, die TSV Burgdorf II schießt die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg ab und der Northeimer HC lässt der SG Achim/Baden keine Chance. Nun steht der letzte Spieltag des Jahres an, ehe sich auch die Männer in die Winterpause verabschieden.

Den Spieltag eröffnen dieses Wochenende gleich vier Mannschaften. Es stehen nämlich am Freitag, den 19. Dezember, gleich zwei Spiele an – beide um 20:00 Uhr.

TvdH Oldenburg vs. SG Achim/Baden. Der Turnverein aus Oldenburg hat erneut keine Kosten und Mühen gescheut und bereits zum zweiten Mal die Kleine EWE-Arena angemietet. Nachdem schon das Heimderby gegen Cloppenburg dort ausgetragen wurde, zieht es die blau-weißen Oldenburger nun zum „Weihnachtsspieltag“ erneut in die Arena. Ob sich die Spielgemeinschaft aus Achim/Baden davon beeindrucken lässt, bleibt abzuwarten. Einen Grund zur Nervosität gibt es allerdings nicht: Die Achimer gehen zwar als leichter Außenseiter in die Partie, haben die Oldenburger aber schon besiegen können – im ersten Spiel der Saison gewann der Aufsteiger mit 28:25.

HSG Schaumburg vs. TuS GW Himmelsthür. Nach der Derbyniederlage haben die Schaumburger sicher eine Menge Wut im Bauch und dürften entsprechend motiviert sein, das letzte Spiel des Jahres erfolgreich zu gestalten. Mit 13:13-Punkten beendet die HSG die Hinrunde auf dem achten Platz und ist damit im Niemandsland der Tabelle unterwegs. Die „Grün-Weißen“ Aufsteiger aus Himmelsthür konnten sich bisher neun Punkte erkämpfen. Dagegen stehen 17 Minuspunkte, was aktuell den elften Platz bedeutet. Der TuS kann sich demnach auf eine ungemütliche Rückrunde einstellen, in der im Kampf um den Klassenerhalt jeder Punkt entscheidend sein wird.

Weiter geht es am Samstag, den 20. Dezember, um 18:00 Uhr. Hier begrüßt der SV Alfeld die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Ein richtungsweisendes Spiel – für beide Mannschaften. Die Alfelder haben gegen Grüppenbühren noch einiges gut zu machen – schließlich musste man sich im ersten Spiel der Saison gegen den Aufsteiger aus dem Landkreis Oldenburg geschlagen geben. Mit Blick auf die Tabelle darf das sicherlich nicht nochmal passieren – dem SVA sind mit Himmelsthür und Cloppenburg nämlich zwei Kellerkinder dicht auf den Fersen. Will die HSG hingegen nochmal in den Kampf um den Klassenerhalt einsteigen, müssen zwingend zwei Punkte her, um punktetechnisch wieder etwas aufzuschließen.

Um 18:30 Uhr treffen der MTV Vorsfelde und der SV Beckdorf aufeinander. Für die Vorsfelder kam der Trainerwechsel (wir berichteten) anscheinend genau zur richtigen Zeit. Seit Jürgen Thiele übernommen hat, gab es drei Siege am Stück. Die Mannschaft kann mit dem neuen Trainer also ungeschlagen ins neue Jahr gehen, was Ansporn genug sein dürfte. Beckdorf auf der anderen Seite hat sich nach seinem anfänglichen Höhenflug inzwischen mit 14:12-Punkten im Mittelfeld eingeordnet. Nach oben und unten geht aktuell nicht viel, was auf eine interessante Rückrunde schließen lässt. Das Nordlicht muss immerhin einen Weg finden, die Motivation aufrecht zu erhalten.

Wiederum eine halbe Stunde später, um 19:00 Uhr, werden zwei Spiele angepfiffen.

VfL Hameln vs. MTV Großenheidorn. Der Herbstmeister aus Großenheidorn ist zu Gast beim Verein für Leibesübungen aus Hameln. Auch die Hamelner haben sich zum Jahresabschluss etwas Besonderes einfallen lassen: Das Topspiel der Woche gegen Großenheidorn wird in der altehrwürdigen „Rattenfänger-Halle“ ausgetragen – jenem Ort, an dem der VfL einst seine Bundesliga-Heimspiele bestritt, als der Verein noch erstklassig vertreten war. Mit dem Herbstmeister reist nun ein Gegner an, der diesem besonderen Rahmen mehr als gerecht wird und dem VfL dieses Highlight-Spiel sicherlich nicht kampflos überlassen möchte.

TSV Burgdorf II vs. HSG Nienburg. Auf die Burgdorfer wartet zum Jahresende eine machbare Aufgabe: Die HSG Nienburg konnte in der Hinrunde nämlich lediglich fünf Punkte sammeln (alle gegen direkte Konkurrenten) und steht aktuell auf dem 13. Platz. Für die TSV verlief die Saison bisher genau gegengleich – mit 22:4-Punkten steht man auf Platz zwei und hat den Aufstieg damit selbst in der Hand.

Das letzte Spiel des Jahres steigt beim TV Cloppenburg. Ab 19:30 Uhr ist der Northeimer HC zu Gast und wird alles daransetzen, die Punkte mit auf die Heimreise zu nehmen. Dass der NHC dafür über die nötige Qualität verfügt, steht außer Frage: Die Northeimer rangieren weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz und sind damit erster Verfolger des Spitzenduos. Ganz andere Vorzeichen herrschen hingegen bei den Gastgebern. Mit lediglich sieben Punkten aus bislang 13 Partien steckt der TV Cloppenburg derzeit auf Rang zwölf fest und kämpft ums blanke Überleben im Tabellenkeller.

Frauen

Die Teams der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Frauen haben es für das Jahr 2025 geschafft – sie befinden sich seit dem vergangenen Wochenende in der Winterpause. Der letzte Spieltag hatte es nochmal in sich: Arsten gewinnt das Derby gegen Oyten, Badenstedt geht gegen Wilhelmshaven unter, die „Lady-Lions“ holen ihren ersten Punkt beim Jahn, der Hannoversche SC macht gegen Rosdorf seine Hausaufgaben, Altencelle fügt Garrel die erste Niederlage zu und Stade/Fredenbeck siegt gegen die SG FriPe.

Damit ergibt sich nach zwölf Spieltagen folgende Tabelle: Altencelle und Garrel sind auf den Plätzen eins und zwei (beide 22:2-Punkte). Wilhelmshaven und der HSC folgen auf drei und vier (beide 15:9-Punkte). Die SG FriPe steht auf dem fünften Platz (14:10-Punkte). Stade/Fredenbeck und der TuS aus Arsten folgen auf den Plätzen sechs und sieben (beide 12:12-Punkte). Die Plätze acht und neun belegen Oyten und Rosdorf (beide 10:14-Punkte). Der Tabellenkeller wird angeführt vom Jahn aus Hollenstedt (10. Platz; 7:17-Punkte). Auf den Abstiegsrängen stehen Hannover-Badenstedt II (11. Platz; 4:20-Punkte) und die HSG Hunte-Aue Löwen (12. Platz; 1:23-Punkte).

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