
Regionalliga: Füße hoch, statt Schwitzen
Die Zeugnis- bzw. Winterferien sorgen in beiden Regionalligen für eine überschaubare Anzahl an Spielen.
Männer
Die Mannschaften der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Männer dürfen am Wochenende entspannt auf der Couch Platz nehmen: Aufgrund der Ferien pausiert der Spielbetrieb – zumindest zum größten Teil. Lediglich zwei Spiele sind geplant, wovon eines ein Nachholspiel ist. Bevor wir auf die Paarungen eingehen, gibt es jedoch erstmal den Rückblick auf den vergangenen Spieltag: Der Abstiegskandidat TuS GW Himmelsthür unterliegt dem Aufstiegsaspiranten aus Burgdorf mit 17 Toren, Achim/Baden muss sich in einer äußerst fairen Partie (lediglich drei gelbe Karte sowie 2-Minuten-Zeitstrafen) der „Auswärtsmacht“ aus Schaumburg geschlagen geben, Beckdorf behält in einem turbulenten Spiel die Oberhand gegenüber dem TvdH Oldenburg und klettert auf den vierten Platz, Cloppenburg ist weiterhin „on fire“ und sackt gegen den VfL Hameln den fünften Sieg in Folge ein, Großenheidorn ist nach dem Sieg über den SV Alfeld zurück auf der Siegesstraße, Grüppenbühren verliert das Kellerduell gegen Nienburg und der Northeimer HC zeigt sich beim Unentschieden gegen den MTV Vorsfelde äußerst gastfreundlich.
Am Samstag, den 31. Januar 2026, kommt es zu zwei Begegnungen. Das Nachholspiel vom 17. Januar 2026 zwischen dem TvdH Oldenburg und der HSG Nienburg wird um 18.30 Uhr angepfiffen. Während sich der Vorletzte aus Nienburg durch den Sieg über Grüppenbühren am vergangenen Wochenende die Resthoffnung auf den Klassenerhalt bewahrt hat, mussten die Oldenburger einen Dämpfer hinnehmen: Mit der Niederlage gegen Beckdorf ging nicht nur das Spiel verloren, sondern auch der zuvor starke vierte Tabellenplatz. Dem aufmerksamen Leser dürfte die Favoritenrolle dennoch klar sein: Trotz Ausrutscher weisen die Oldenburger elf Punkte mehr auf dem Konto auf und auch das Hinspiel konnte deutlich mit 17 Toren Unterschied gewonnen werden. Nichtsdestotrotz verleiht der Kampf um den Klassenerhalt oft ungeahnte Kräfte – Kräfte, die schon so manchen Favoriten ins Wanken gebracht haben. Und was gibt es Schöneres als einen Außenseitersieg in fremder Halle? Entsprechend dürfte reichlich Feuer in dieser Partie zu erwarten sein.
Auch in der zweiten Partie ist die Favoritenrolle klar – einer Redewendung zur Folge sogar wie Kloßbrühe. Um 19.30 Uhr spielt nämlich der MTV Großenheidorn – aktuell Tabellenzweiter – gegen die „Landkreis-HSG“ aus Grüppenbühren/Bookholzberg – seit geraumer Zeit Tabellenletzter. Bei der HSG dürften die Planungen für die kommende Saison spätestens seit der Niederlage vom vergangenen Wochenende eher in Richtung Oberliga gehen. Mit lediglich drei Pluspunkten hat man nun nämlich einen Abstand von fünf Punkten auf den Vorletzten aus Nienburg. Darüber hinaus scheinen Himmelsthür (12. Platz) sowie Alfeld und Achim/Baden (11. bzw. 10. Platz) durch den Abstand von acht bzw. zehn Punkten uneinholbar. Großenheidorn auf der anderen Seite ist dank des eigenen Sieges und des Unentschiedens des Northeimer HC wieder auf Aufstiegskurs. Bei gleicher Anzahl absolvierter Spiele liegt man aktuell wieder zwei Punkte vor dem Rivalen aus Südniedersachsen.
Frauen
Auch in der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Frauen freuen sich die meisten Teams auf ein spielfreies Wochenende. Denn: Genau wie bei den Männern finden lediglich zwei Spiele statt, von denen eines ein Nachholspiel ist. Blicken wir jedoch auch hier erstmal auf die Ergebnisse des letzten Spieltags: Der TV Oyten gewinnt nach Startschwierigkeiten am Ende recht souverän gegen die HSG aus Stade und Fredenbeck, die Aufsteigerinnen aus Rosdorf haben das scheinbar Unmögliche möglich gemacht und dem SV Altencelle einen Punkt abgeluchst, die „Lady-Lions“ holen gegen Badenstedt ihren ersten Saisonsieg, der TuS aus Arsten gewinnt gegen den HSC, Wilhelmshaven muss sich der SG FriPe geschlagen geben und Garrel hat nach dem Sieg über den Jahn aus Hollenstedt wieder die Tabellenführung inne.
Die beiden offenen Partien des Wochenendes werden am Sonntag, den 1. Februar 2026, ausgetragen. Den Auftakt macht um 16.00 Uhr die Begegnung zwischen der HSG Hunte-Aue Löwen und dem Hannoverschen SC – und dabei lohnt sich besonders der Blick auf die formstarken Gastgeberinnen. Bei den „Lady Lions“ läuft es nämlich derzeit: In der Rückrunde sind sie weiterhin ungeschlagen – und besser noch – am vergangenen Wochenende konnten sie sich nach langer Durststrecke endlich mit einem Sieg belohnen. Dieser Erfolg hatte gleich doppelte Bedeutung: Der TV Hannover-Badenstedt II hat die „Rote Laterne“ übernommen, während die HSG auf den vorletzten Platz vordringen konnte. Der positive Trend ist unverkennbar und setzt sich diese Entwicklung fort, dürfte sich auch der Jahn aus Hollenstedt – aktuell noch mit fünf Punkten Vorsprung auf dem drittletzten Platz – allmählich ernsthafte Gedanken machen. Bevor jedoch zu viel spekuliert wird, muss die Leistung erstmal gegen eines der Top-Teams bestätigt werden. Der HSC ist nämlich auf dem dritten Platz und damit der Favorit in diesem Spiel. Dennoch: die Damen aus der Landeshauptstadt dürften zumindest gewarnt sein, denn diese „Lady Lions“ sind längst nicht mehr so leicht zu bezwingen wie noch in der Hinrunde.
Gewarnt sollte auch die HSG aus Stade und Fredenbeck sein, die mit dem MTV Rosdorf auch einen harten Brocken vor der Brust hat. Um 17.00 Uhr wird die Nachholpartie in Südniedersachsen angepfiffen. Auch im Lager des Aufsteigers aus dem Göttinger Raum dürfte die Stimmung aktuell hervorragend sein. So gewann man vor zwei Wochen deutlich gegen Badenstedt und konnte darüber hinaus am vergangenen Wochenende dem SV Altencelle einen Punkt abnehmen – dies gelang vorher nur dem BV Garrel! Zwar wissen die Nordlichter aus Stade/Fredenbeck wie diese Mannschaft zu knacken ist (Das Hinspiel endete 29:26 für die HSG), jedoch war diese Partie die erste der Rosdorferinnen in der neuen Liga und seitdem hat sich einiges getan. Rein tabellarisch betrachtet sind beide Teams nämlich gleich auf – mit jeweils 13:15-Punkten ist der MTV aktuell auf Platz neun, die HSG auf Platz zehn direkt dahinter. Einen Favoriten auszurufen, macht also keinen Sinn, jedoch spielen die Form und der Heimvorteil dem MTV in die Karten.
Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga auf HVNB LIVE
Alle Spiele der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga werden auf der verbandseigenen Streamingplattform HVNB LIVE live und on demand übertragen. Jedes Spiel der Männer wird durch einen Live-Kommentar begleitet, um die Fans noch näher ans Geschehen zu bringen.
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