
Regionalliga: Frauen schnüren ein letztes Mal die Schuhe
Wer bleibt drin, wer muss runter? Duell um Klassenerhalt in Alfeld – Altencelle holt vorzeitige Meisterschaft.
Männer
Vergangene Woche bogen die Teams der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Männer auf die Zielgerade – und wie! Cloppenburg feierte beim favorisierten Sportverein aus Beckdorf nicht nur einen 30:32-Auswärtserfolg, sondern zeitgleich auch den Klassenerhalt; Der VfL aus Hameln machte es den Cloppenburgern gleich, gewann in Grüppenbühren und spielt dadurch auch in der kommenden Saison in der Regionalliga; Achim/Baden rutschte durch die 31:32-Heimnierderlage gegen den direkten Konkurrenten aus Himmelsthür auf den 11. Platz; Northeim fand gegen die 5:1-Abwehr der Heidorner kein probates Mittel und verlor das Topspiel am Ende deutlich mit 34:27; Im torreichen HSG-Duell zwischen Nienburg und Schaumburg teilte man sich mit einem Endstand von 37:37 die Punkte; Der TvdH Oldenburg zeigte sich besonders torhungrig und zerlegte den MTV Vorsfelde beim 40:20-Heimerfolg; In Torlaune war auch Fabrice-Joel Wolf, der beim 34:36-Auswärtserfolg der TSV Burgdorf über den SV Alfeld starke 16 Tore beisteuerte.
Im Tabellenkeller hat sich das Teilnehmerfeld der erweiterten Abstiegszone inzwischen auf drei Mannschaften reduziert. Alfeld (12. Platz; 16 Punkte) hat hierbei die schlechteste Ausgangslage. Achim/Baden (11. Platz; 18 Punkte) und Himmelsthür (10. Platz; 19 Punkte) sind die anderen zwei Teams, die ein Abstieg theoretisch noch treffen könnte. Cloppenburg (21 Punkte) und Hameln (23 Punkte) sind derweil „aus dem Schneider“ und können die letzten beiden Spieltage in vollen Zügen genießen.
Auch an der Tabellenspitze hat sich einiges getan: Der MTV Großenheidorn befindet sich inzwischen wieder auf dem 2. Platz, während sich der Northeimer HC mit Platz drei zufriedengeben muss. Hoffnung gibt es dennoch für die Süd-Niedersachsen – schließlich wartet auf die Heidorner erst das schwierige Auswärtsspiel in Cloppenburg, ehe am letzten Spieltag der Nachbar aus Schaumburg zum Derby vorbeischaut. Die Bundesligareserve aus Burgdorf thront derweil weiterhin auf dem 1. Platz und kann sich bei drei Punkten Vorsprung quasi nur noch selbst schlagen.
Der aktuelle und zeitgleich vorletzte Spieltag wird am Samstag, den 18. April 2026, um 18.30 Uhr von gleich vier Teams eröffnet.
HSG Schaumburg vs. SV Beckdorf. Das letzte Heimspiel der Schaumburger ist tatsächlich ein direktes Duell – zwar um die goldene Ananas – aber ein direktes Duell. Die Beckdorfer reisen als Tabellenfünfter mit zwei Punkten Vorsprung gegenüber den Schaumburgern an und wollen den 5. Platz sicherlich auch über das Auswärtsspiel hinaus verteidigen. Für Schaumburg hingegen geht es darum, sich im letzten Heimspiel der Saison gebührend von den eigenen Fans zu verabschieden. Darüber hinaus steht der HSG ein langer Abend bevor: So soll nicht nur die Neueröffnung der vereinseigenen Eventlocation „Studio Nord“ gefeiert werden, außerdem werden scheidende Spieler wie bspw. Niklas Mosch oder Co-Trainer Maurice Dräger verabschiedet.
MTV Vorsfelde vs. HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Auch bei den „Razorbacks“ sind einige Abgänge langjähriger Spieler bereits über die sozialen Medien öffentlich gemacht worden. Mit Lasse Giese, Jakob Nowak, Marek Siggelkow und Paul Mbanefo verlassen Spieler den Verein, die zum Teil sechs Jahre lang das Trikot des MTV trugen – entsprechend stehen Fans und Spielern einem emotionalen Abend gegenüber. Sportlich gesehen ist in der Partie nicht viel zu holen. Vorsfelde hat einen Platz im Mittelfeld sicher, während GrüBo die „rote Laterne“ nicht mehr abgeben kann.
Um 19.00 Uhr folgen zwei weitere Spiele:
VfL Hameln vs. HSG Nienburg. Das Bild wiederholt sich: Auch in dieser Partie rückt das Sportliche eher in den Hintergrund, während die Weichen bereits auf Feiermodus gestellt sind. Die Rattenfänger haben sich für ihr letztes Heimspiel etwas Besonderes überlegt und im Anschluss eine „Aftergame-Party“ organisiert, um gemeinsam mit den Fans das Aufstiegsjahr und den erfolgreichen Klassenerhalt zu feiern. Trotzdem kommen die Spieler nicht darum herum, zuvor noch 60 Minuten lang dem Ball hinterherzujagen.
TSV Burgdorf II vs. TvdH Oldenburg. Ganz ohne sportliche Wichtigkeit geht es nicht – so kann der TvdH bspw. nochmal ordentlich in den Aufstiegskampf eingreifen. Bereits im Hinspiel wussten die Oldenburger zu überzeugen und gewannen in eigener Halle mit 29:25. Ein weiterer Sieg der Oldenburger könnte – sofern das Verfolger-Duo bestehend aus Heidorn und Northeim selbst auch punktet – die Tabellenspitze enger zusammenbringen, was mit Blick auf den letzten Spieltag für zusätzliche Brisanz sorgen würde. Dieses Unterfangen dürfte jedoch sehr schwierig werden. Schließlich kann die TSV Burgdorf II den vorzeitigen Aufstieg bzw. Meisterschaft klarmachen – ein Punkt reicht der Bundesligareserve für diese Mission.
Um 19.15 Uhr steht das nächste Spiel an – und das hat es in sich: Der SV Alfeld trifft im direkten Duell auf die SG Achim/Baden. Unser Topspiel der Woche steigt entsprechend bei den „Piraten von der Leine“ – und für beide Teams geht es um nicht weniger als den Klassenerhalt. Für die Leinestädter ist es die allerletzte Chance, den verfluchten 12. Tabellenplatz zu verlassen, der weiterhin akut abstiegsbedroht ist. Die Ausgangslage erhöht den Druck zusätzlich: Nach der knappen 29:30-Niederlage im Hinspiel braucht Alfeld zwingend einen Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied, um sich den direkten Vergleich zu sichern. Die SG Achim/Baden reist hingegen mit dem Wissen an, dass bereits ein Unentschieden reicht, um den 11. Platz zu verteidigen. Entsprechend ist Spannung vorprogrammiert – ein echtes Endspiel, in dem Kleinigkeiten den Ausschlag geben und über Verbleib in der Liga oder den (möglichen) bitteren Gang nach unten entscheiden können.
Wiederum eine Viertelstunde später – um 19.30 Uhr – folgt das Spiel zwischen dem TV Cloppenburg und dem MTV Großenheidorn. Die Heimmannschaft aus dem gleichnamigen Landkreis hat es vollbracht: Der Klassenerhalt ist geschafft! Was über weite Strecken der Saison nicht danach aussah, ist nun gewiss: mit 21 Punkten kann der Turnverein nicht mehr vom aktuell Tabellenzwölften aus Alfeld eingeholt werden. Auch der MTV hatte am vergangenen Wochenende allen Grund zum Feiern. Er gewann das Topspiel gegen den Northeimer HC und hat in Sachen Aufstieg nun wieder alles in eigener Hand. Spannend wird sein, welche Euphorie am Ende mehr beflügelt – die über den gesicherten Klassenerhalt oder die über den zurückeroberten zweiten Platz.
Das letzte Spiel des Spieltags findet am Sonntag, den 19. April 2026, um 17.00 Uhr statt. Der Northeimer HC empfängt hierfür den TuS aus Himmelsthür. Frust trifft auf Freude: Beim NHC sitzt die Enttäuschung nach der Niederlage gegen Großenheidorn sicherlich noch tief. Dadurch ist man im Aufstiegsrennen nun auf Schützenhilfe angewiesen – mit einem Punkt Rückstand auf die Aufstiegsplätze gehen die Südniedersachsen in die letzten beiden Spieltage der Saison. Ganz anders die Stimmung beim TuS: Der Sieg im direkten Duell gegen Achim/Baden und der damit verbundene Sprung in der Tabelle geben zusätzlichen Aufschwung für die letzten Spiele. Mit nun drei Punkten Vorsprung auf den SV Alfeld (12. Platz) ist der TuS klar auf Kurs Klassenerhalt.
Frauen
Seit dem letzten Spieltag der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Frauen sind auch die letzten offenen Entscheidungen gefallen: Der Meister der diesjährigen Saison heißt SV Altencelle! Dank des knappen 24:25-Auswärtssiegs über Stade/Fredenbeck ist die Mannschaft von Trainer Martin Kahle bei drei Punkten Vorsprung nicht mehr einholbar. Der HVNB gratuliert zu dieser fulminanten Saison! Die Zweitvertretung des Turnvereins aus Hannover-Badenstedt wird im nächsten Jahr in der Oberliga spielen – rein rechnerisch haben sie keine Chance mehr, den Klassenerhalt zu schaffen.
Blicken wir auf die Ergebnisse des vergangenen Spieltags: Im Aufsteiger-Duell zwischen dem TuS Komet Arsten und dem MTV Rosdorf hatten die Süd-Niedersachen am Ende die Nase vorn und gewannen 24:28; Die Drittligareserve aus Badenstedt war zum Siegen verdammt, unterlag dem BV Garrel jedoch mit 26:34; Auch der Jahn aus Hollenstedt hatte das Nachsehen – er verlor gegen die SG FriPe mit 26:33; Im direkten Duell um den 4. Platz hatte der Hannoversche SC das Glück auf seiner Seite und gewann gegen den Wilhelmshavener HV mit 28:27; Die „Lady-Lions“ konnten beim 25:28-Auswärtserfolg über den TV Oyten die Punkte sechs und sieben einsacken; Die HSG Stade/Fredenbeck bot dem Ligaprimus aus Altencelle lange Zeit Paroli, ließ sich auch von einem zwischenzeitlichen 5-Tore-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und verlor am Ende dennoch knapp mit 24:25.
Nun steht der letzte Spieltag an, bevor es für die Mannschaften in die wohlverdiente Sommerpause geht. Den Auftakt machen am Samstag, den 18. April 2026, um 14.30 Uhr der Wilhelmshavener HV und die HSG Stade/Fredenbeck. Der WHV macht auf den Saisonabschluss bereits selbst aufmerksam und trifft dabei genau den richtigen Ton: „So jung kommen wir nicht mehr zusammen“, heißt es auf der vereinseigenen Instagram-Seite. Ein klarer Aufruf an alle Fans, noch einmal den Weg in die Halle zu finden und dem letzten Heimspiel der Saison einen würdigen Rahmen zu geben. Sportlich geht es für den Wilhelmshavener HV zwar nicht mehr um entscheidende Tabellenverschiebungen, doch gerade solche Spiele leben von der Atmosphäre und der Möglichkeit, sich mit einem positiven Eindruck in die Pause zu verabschieden. Anders sieht die Ausgangslage bei der HSG Stade/Fredenbeck aus: Für sie ist durchaus noch Bewegung in der Tabelle möglich. Mit einem Sieg könnten sie sich noch auf den 8. Tabellenplatz verbessern und damit einen versöhnlichen Abschluss einer insgesamt wechselhaften Saison feiern.
Um 17.30 Uhr steht die nächste Partie an – gespielt wird in der Gemeinde Edewecht, wo die SG FriPe den Hannoverschen SC empfängt. Auf dem Papier hätte dieses Duell das große Finale einer ohnehin spannenden und ereignisreichen Saison werden können. Denn es gilt: Die Siegerinnen dieser Begegnung sichern sich den dritten Tabellenplatz – und dieser würde in diesem Jahr zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation berechtigen, da der BV Garrel auf seinen Startplatz verzichtet. Doch die besondere Brisanz bekommt einen kleinen Dämpfer: Die SG FriPe hat keine Meldung für die 3. Liga abgegeben, und auch der Hannoversche SC wird nicht an der Relegation teilnehmen. Damit bleibt der sportliche „Lohn“ für Platz drei in diesem Fall aus. Dennoch verliert die Partie keineswegs an Reiz. Beide Teams haben über die Saison hinweg eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in ihnen steckt – und werden alles daransetzen, sich mit einem starken Auftritt aus der Spielzeit zu verabschieden.
Um 18.30 Uhr richtet sich der Blick gen Süden: Der MTV Rosdorf empfängt den TuS Jahn Hollenstedt. Für die Gastgeberinnen bietet sich dabei die Chance, sich mit einem Heimsieg vor eigenem Publikum in die Sommerpause zu verabschieden und den Fans noch einmal ein Erfolgserlebnis zu schenken. Doch genau hier könnte der TuS Jahn Hollenstedt zum Spielverderber werden. Seit dem vergangenen Spieltag steht fest, dass der Klassenerhalt gesichert ist – der Druck ist also komplett raus. Diese neu gewonnene Freiheit macht die Gäste umso gefährlicher. Ohne große Zwänge können sie nun befreit aufspielen und ihr volles Potenzial abrufen. Für Rosdorf bedeutet das, trotz aller Abschlussstimmung noch einmal voll fokussiert zu sein. Denn zwischen gelungenem Saisonabschluss und unerwarteter Überraschung liegt in diesem Duell nur ein schmaler Grat.
Um 19.15 Uhr stehen zwei Spiele an:
HSG Hunte-Aue Löwen vs. TuS Komet Arsten. Auch in dieser Partie steckt zum Saisonabschluss noch einmal jede Menge Geschichte. Für die „Lady Lions“ der HSG Hunte-Aue Löwen steht nach dem Erfolg am vergangenen Wochenende das letzte Heimspiel einer insgesamt schwierigen Saison an. Über die gesamte Serie fand sich das Team im Tabellenkeller wieder und konnte sich daraus nicht befreien. Dennoch: Aufgegeben hat sich die Mannschaft zu keinem Zeitpunkt. Gerade in der Schlussphase wurden noch einige Punkte gesammelt – ein Beleg für Charakter, Zusammenhalt und die richtige Einstellung. Diese Entwicklung verdient Respekt und zeigt einmal mehr, dass im Sport vieles möglich ist, wenn man bis zum Ende daran glaubt. Entsprechend wollen sich die Gastgeberinnen nun auch vor eigenem Publikum mit einer engagierten Leistung verabschieden. Auf der anderen Seite reist mit dem TuS Komet Arsten ein Team an, das auf eine gelungene Premierensaison in der Regionalliga zurückblicken kann. Der Klassenerhalt ist bereits gesichert – ein wichtiger Meilenstein für den Verein. Mit einem Sieg im letzten Spiel hätten die Gäste zudem die Möglichkeit, ihr Punktekonto ausgeglichen zu gestalten und die Saison damit auch statistisch abzurunden.
SV Altencelle vs. TV Hannover-Badenstedt II. Im Topspiel der Woche ist alles angerichtet: Mit 19 Siegen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage hat der SV Altencelle bisher eine überragende Saison gespielt. Die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation hatten sich die Damen bereits vor einigen Wochen gesichert, am vergangenen Spieltag folgte dann auch offiziell die Krönung – die vorzeitige Meisterschaft. Damit steht einer gebührenden Meisterfeier in eigener Halle nichts mehr im Weg. Doch bevor die Feierlichkeiten beginnen, wartet noch eine letzte Aufgabe: Mit dem TV Hannover-Badenstedt II ist eine Mannschaft zu Gast, für die es tabellarisch um nichts mehr geht – nach der Niederlage gegen den BV Garrel steht fest, dass die Drittligareserve den Gang in die Oberliga antreten muss – die sich aber keineswegs kampflos verabschieden wird. Entsprechend ist zu erwarten, dass die Gäste aus der Landeshauptstadt ihr letztes Regionalligaspiel noch einmal genießen und sich mit einer engagierten Leistung verabschieden wollen.
Das letzte Spiel der Saison wird am Sonntag, den 19. April, um 15.00 Uhr in Garrel angepfiffen. Der TV Oyten reist zum Auswärtsspiel an. Die Woche begann mit einem Paukenschlag: Via Pressemitteilung gab der BV Garrel bekannt, auf die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga zu verzichten. Grund dafür sei die angespannte personelle Lage innerhalb der Mannschaft. Trainer Muche wird wie folgt zitiert: „Über die Saison hinweg hatten wir immer wieder Ausfälle, eine weitere Verletzung hat die Lage nun weiter verschärft“. Trainerteam und Mannschaft sollen intensive Gespräche geführt und die Gesamtlage analysiert haben – am Ende wurde die Entscheidung geschlossen getroffen. So bitter diese im ersten Moment vorkommen mag, kann die Mannschaft dennoch auf eine starke Saison zurückblicken. Zusammen mit dem SV Altencelle dominierte man die Saison und hatte einen der Relegationsplätze schon früh inne – entsprechend will man sich nun erfolgreich von den Fans verabschieden. Gleiches gilt wohl auch für den TV Oyten, der auf eine Saison mit Höhen und Tiefen zurückblickt. Am Ende steht der Klassenerhalt, der das Minimalziel gewesen sein dürfte.
Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga auf HVNB LIVE
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HVNB LIVE ist die verbandseigene Streamingplattform des Handballverbandes Niedersachsen-Bremen. Über HVNB LIVE kann jeder Verein im Verbandsgebiet mit einfachen Mitteln und ohne Kosten seine Spiele live übertragen und auf Abruf anbieten. Aktiviere jetzt deinen Vereinskanal für die Saison 2025/26!
