Die Burgdorfer werden im letzten Spiel ihre Siegesserie fortsetzen wollen. Foto: Thomas Läuger

Alles hat ein Ende nur die Regionalliga hat zwei

Nachdem die Saison der Frauen bereits beendet ist, gehen auch die Herren in den letzten Spieltag – Das Derby schlechthin schließt die Saison.

Männer

„Ei der Daus!“, da war vergangene Woche aber wieder einiges los in der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Männer. Die TSV Burgdorf II sichert sich vorzeitig die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die 3. Liga! Der Handballverband Niedersachsen-Bremen e.V. (HVNB) gratuliert dem Team zu diesem Erfolg! Und auch im Tabellenkeller hat sich was getan – der SV Alfeld gibt den undankbaren 12. Platz an die SG Achim/Baden ab.

Hier die Rückschau auf den vergangenen Spieltag: Niklas Mosch erlebte bei seinem letzten Heimspiel ein märchenhaftes Ende – so traf er quasi mit der Schlusssirene zum 30:29-Heimerfolg seiner HSG Schaumburg über den SV Beckdorf; Der MTV Vorsfelde lässt schon zur Halbzeit nichts anbrennen und gewinnt am Ende mit 43:27 bei der HSG GrüBo; Der VfL Hameln lässt der HSG Nienburg keine Chance und gewinnt 38:29; Die Bundesligareserve aus Burgdorf holt sich durch den 29:25-Heimsieg über den TvdH Oldenburg vorzeitig die Meisterschaft; Der SV Alfeld tauscht durch den 28:27-Heimerfolg über die SG Achim/Baden mit eben dieser den Tabellenplatz und steht vorerst auf dem gesicherten 11. Rang; Cloppenburg muss sich dem MTV Großenheidorn mit 24:32 geschlagen geben; der Northeimer HC macht seine Hausaufgaben gegen den TuS GW Himmelsthür, gewinnt 34:30 und lässt die Resthoffnung auf den Aufstieg damit weiterhin am Leben.

Es folgt der 26. und damit letzte Spieltag einer spannenden Saison, in der gefühlt jeder gegen jeden gewinnen konnte. Der TuS GW aus Himmelsthür und der Turnverein aus Cloppenburg eröffnen den Spieltag am Samstag, den 25. April, um – wie sollte es anders sein – 16.45 Uhr. Wenn eines so sicher wie das Amen in der Kirche ist, dann ist das die Anwurfzeit der „Grün-Weißen“ aus dem Hildesheimer Stadtteil Himmelsthür. Der Aufsteiger bleibt sich auch im letzten Heimspiel der Saison treu und begrüßt mit dem TV Cloppenburg den Tabellenneunten. Der Klassenerhalt ist dabei für die Heimmannschaft noch nicht final besiegelt – rein rechnerisch kann der TuS noch von der Konkurrenz eingeholt werden, weswegen davon auszugehen ist, dass die „Grün-Weißen“ alles reinhauen werden. Cloppenburg auf der anderen Seite bleibt sicher in der Liga, hat entsprechend nichts zu verlieren und will sich sicherlich nicht unter Wert verkaufen. Die abstiegsbedrohte Konkurrenz aus Alfeld und Achim/Baden würde sich über einen Auswärtssieg freuen.

Um 18.00 Uhr folgt das nächste Spiel. Hier stehen sich die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg und die TSV Burgdorf II gegenüber. Ein Duell der Gegensätze im letzten Saisonspiel – herrlich! Der Tabellenletzte darf sich vor heimischer Kulisse gegen den neuen Meister verabschieden. Erwarten würde man sicherlich einen Kantersieg der Bundesligareserve – nichtsdestotrotz darf man die „Landkreis-HSG“ nicht unterschätzen. Schließlich steigerte sich der Aufsteiger im Verlauf der Saison und konnte u.a. dem Northeimer HC einen Punkt abnehmen und damit erheblich in den Kampf um die Aufstiegsplätze eingreifen. Warum nicht also auch nochmal den Ligaprimus ärgern? Zu verlieren hat das Team jedenfalls nichts – umso freier kann es aufspielen.

Um 18.30 Uhr richtet sich der Blick nach Oldenburg – der TvdH lädt zu seinem letzten Heimspiel und hat dafür den Sportverein aus Alfeld zu Gast. Während die Oldenburger am vergangenen Wochenende beim neuen Meister verloren und zusehen mussten, wie dieser die Meisterschaft feierte, konnten die Alfelder fast zeitgleich den verfluchten zwölften Platz an den Konkurrenten aus Achim/Baden abgeben. Die „Piraten von der Leine“ hatten nach zuvor vier sieglosen Spielen also endlich mal wieder Grund zum Feiern. Auch wenn man einen sicheren Sieg am Ende fast noch verspielte (von zwischenzeitlich +7 auf am Ende +1), sicherte man sich trotzdem den direkten Vergleich. So ging das Hinspiel in Achim mit 30:29 zugunsten der Heimmannschaft aus – im Rückspiel stand jedoch lediglich ein 28:27 auf der Anzeigetafel. Die SG hat also mit Blick auf beide Spiele weniger Auswärtstore geworfen, was laut Durchführungsbestimmungen nach den gewonnenen Punkten (Beide 2:2) und der dabei erzielten Tordifferenz (Beide +-0) als drittes angewendet wird. Sollten die Alfelder also gegen Oldenburg gewinnen, halten sie sicher die Klasse – verlieren sie, müssen sie hoffen, dass Achim/Baden keinen Punkt holt.

Um 19.00 Uhr kommt es zu zwei Spielen:

SG Achim/Baden vs. Northeimer HC. Was einerseits für Alfeld zählt, gilt auch für die SG Achim/Baden. Gewinnen sie gegen den Northeimer HC, während im Parallelspiel der SV Alfeld verliert, geben sie den 12. Platz wieder ab. Verliert die SG jedoch, sieht es aufgrund der tabellarischen Situation in der 3. Liga immer noch stark danach aus, als würden sie nach einem Jahr Regionalliga zukünftig wieder in der Oberliga auflaufen. Was erschwerend dazukommt ist, dass der NHC noch Chancen auf den Aufstieg hat – schließlich muss sich der direkte Konkurrent aus Großenheidorn erstmal im Derby beweisen. Somit dürfte eigentlich nicht davon ausgegangen werden, dass die Süd-Niedersachsen auf halber Flamme spielen. Fans und Interessierte dürfen sich also auf ein emotional aufgeladenes Spiel freuen!

SV Beckdorf vs. VfL Hameln. Die Emotionalität in diesem Spiel dürfte höchstwahrscheinlich lediglich aufgrund der Verabschiedungen seitens SV Beckdorf aufkommen. Rein sportlich betrachtet geht es hier nicht um die ganz großen Fische. Nichtsdestotrotz dürfte die Devise der Heimmannschaft lauten, sich gebührend von den eigenen Fans in die Sommerpause zu verabschieden und den scheidenden Spielern bzw. Trainern damit einen runden Abschluss zu garantieren.

Die letzten beiden Spiele der Saison werden um 19.30 Uhr angepfiffen:

MTV Großenheidorn vs. HSG Schaumburg. Das Topspiel der Woche und zugleich wohl die Mutter aller Derbys dieser Saison wird in Wunstorf angepfiffen. Vielleicht ist es das vorerst letzte Aufeinandertreffen dieser beiden Teams – was die ohnehin schon besondere Brisanz zusätzlich verstärkt. Die HSG Schaumburg reist mit klarer Mission an: Spiel gewinnen, die „Meerfestung“ einnehmen und dem MTV Großenheidorn den möglichen Aufstieg versauen. Dabei geht es nicht nur um die aktuelle Tabellenkonstellation, sondern auch um eine offene Rechnung: Das Hinspiel ging denkbar knapp mit nur einem Tor Unterschied verloren – eine Niederlage, die man in Schaumburg sicherlich noch nicht vergessen hat. Entsprechend groß dürfte die Motivation sein, sich nun im Rückspiel zu revanchieren. Für den MTV Großenheidorn hingegen ist die Ausgangslage klar – ein Sieg vor heimischer Kulisse bedeutet gleichzeitig den sicheren Aufstieg in die 3. Liga. Mehr geht nicht. Die „Meerfestung“ könnte damit endgültig zum Ort der Entscheidung und zum Schauplatz einer möglichen Aufstiegsparty werden. Zwei Nachbarn, zwei Ziele, ein Spiel mit maximaler Tragweite! Alles ist angerichtet für ein emotionales, intensives und spannendes Duell.

HSG Nienburg vs. MTV Vorsfelde. Auch für die Gastgeber bietet sich zum Saisonabschluss noch einmal die Gelegenheit, sich vor heimischem Publikum aus der „Beletage“ des HVNB zu verabschieden. Neben dem Sportlichen rücken dabei vor allem personelle Themen in den Fokus: Gleich mehrere Spieler werden die HSG zum Saisonende verlassen. Mit Jakob Naumann, Tim Buschhorn, Alexander Päßler, Anton Borowski, Jonas Lüdersen und Jarne Aust stehen zahlreiche Verabschiedungen an. Die Liste ist lang, der Umbruch bereits eingeläutet – entsprechend dürften die kommenden Wochen in Nienburg spannend werden. Beim MTV Vorsfelde hingegen sorgt vor allem eine Personalie für Aufsehen: Mit Lasse Giese stellt das Team aller Voraussicht nach den Torschützenkönig der Saison 2025/26. Aktuell führt er die Liste mit beeindruckenden 234 Treffern an und hat damit einen komfortablen Vorsprung von 46 Toren auf den Zweitplatzierten.

Frauen

Die zweite Spielzeit der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Frauen hat sein Ende gefunden. Nach 22 Spieltagen ist Schluss – der Meister kommt, wie bereits berichtet, aus Altencelle. Vize-Meister ist der BV Garrel. Die HSG Hunte-Aue Löwen und der TV Hannover-Badenstedt II müssen den Weg in die Oberliga antreten.

Hier die Rückschau auf den letzten Spieltag: Der Wilhelmshavener HV verliert sein letztes Heimspiel gegen die HSG Stade/Fredenbeck mit 26:28; Im Duell um den 3. Tabellenplatz bezwingt die SG FriPe den Hannoverschen SC mit 32:26; Der MTV Rosdorf hat bei der 23:27-Heimniederlage gegen den TuS Jahn Hollenstedt das Nachsehen; Der TuS aus Arsten hingegen gewinnt bei den „Lady-Lions“ mit 28:31; Der Meister aus Altencelle fegt über den TV Hannover-Badenstedt II hinweg und gewinnt mit 35:21; Der TV Oyten kommt in Garrel nicht so richtig in Schwung, wirft unter 20 Tore und verliert am Ende mit 24:16.

Die Abschlusstabelle in der Übersicht:

RangVereinSpieleS | U | NTore+/-Punkte
1SV Altencelle2220 | 1 | 1694:504+19041:3
2BV Garrel2219 | 0 | 3641:505+13638:6
3SG Fri/Pe2213 | 1 | 8617:612+527:17
4Hannoverscher SC2212 |1 | 9629:648-1925:19
5Wilhelmshavener HV2211 | 1 | 10625:609+1623:21
6TuS Komet Arsten2211 | 0 | 11574:607-3322:22
7MTV Rosdorf229 | 2 | 11636:646-1020:24
8HSG Stade/Fredenbeck229 | 1 | 12583:595-1219:25
9TV Oyten228 | 1 | 13596:600-417:27
10TuS Jahn Hollenstedt227 | 1 | 14561:625-6415:29
11TV Hannover-Badenstedt II225 | 0 | 17591:693-10210:34
12HSG Hunte-Aue Löwen222 | 3 | 17591:693-1037:37

Statistik-Fans aufgepasst: Ihr könnt euch bereits jetzt auf die nächste Regionalliga-Vorschau freuen. Dann wird es nämlich sämtliche Zahlenspiele Rund um unsere Regionalligen geben. Welche Mannschaft stellt die beste Offensive? Welche Mannschaft hat die meisten 2-Minuten-Strafen gesammelt? All das – und noch viel mehr – gibt es nächste Woche!

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Alle Spiele der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga werden auf der verbandseigenen Streamingplattform HVNB LIVE live und on demand übertragen. Jedes Spiel der Männer wird durch einen Live-Kommentar begleitet, um die Fans noch näher ans Geschehen zu bringen.

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