Gelingt Lena Magull mit dem TuS Jahn Hollenstedt die Sicherung des Klassenerhalts am Wochenende? Foto: Gabi Müller

Regionalliga: Auf geht’s in den Endspurt!

Heidorn oder Northeim? Entscheidungsspiel um Liga drei – Gelingt Badenstedt das Wunder?

Männer

Lange war es ruhig in der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga der Männer – doch damit ist jetzt Schluss: Der Endspurt steht an! Wir schauen jedoch erstmal auf den vergangenen Spieltag, der inzwischen einige Wochen zurückliegt – Der TuS aus Himmelsthür hat dem MTV Großenheidorn einiges abgefordert, verlor am Ende dennoch mit 32:33; Die HSG Schaumburg hat es in eigener Halle geschafft, den Lauf der Grüppenbührer zu stoppen – Endstand: 32:25; Der VfL Hameln und der TvdH Oldenburg teilten sich beim 28:28-Unentschieden die Punkte auf; Die SG Achim/Baden zahlte beim 27:41 gegen den Ligaprimus aus Burgdorf reichlich Lehrgeld; Der TV Cloppenburg machte seine Hausaufgaben und bezwang die HSG Nienburg mit 33:23, die dadurch absteigt; Der MTV Vorsfelde hatte am Ende das Glück auf seiner Seite und gewann gegen den SV Alfeld hauchdünn mit 33:32; Der Northeimer HC konnte seinen zweiten Tabellenplatz beim 35:30-Heimerfolg über Beckdorf verteidigen.

Wie eingangs erwähnt, steht nun der Endspurt an. Drei Spieltage sind noch offen und sowohl oben als auch unten stehen noch reichlich Entscheidungen aus. Fans und Interessierte kommen im April also voll und ganz auf ihre Kosten!

Den 24. Spieltag dürfen mehrere Mannschaften eröffnen. Am morgigen Samstag, den 11. April 2026, stehen um 19.00 Uhr gleich drei Spiele an:

SV Beckdorf vs. TV Cloppenburg. Während sich der Sportverein aus Beckdorf in sicheren Gefilden wähnt, geht es für den Turnverein aus Cloppenburg noch um das große Ziel Klassenerhalt. Und die Ausgangslage der Cloppenburger ist vielversprechend: So führen sie aktuell das Feld der erweiterten Abstiegskandidaten an und haben den sportlichen Ausgang der Saison damit in eigener Hand. Mit 19 Punkten steht die Mannschaft von Trainer Akacsos aktuell auf dem neunten Tabellenplatz – jedoch hat es das Restprogramm in sich. Auf Beckdorf folgt Großenheidorn, ehe man am letzten Spieltag zur ebenfalls abstiegsbedrohten Mannschaft aus Himmelsthür reisen muss. Somit zählt weiterhin jeder Punkt!

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg vs. VfL Hameln. Dass GrüBo abgestiegen ist, steht seit geraumer Zeit fest. Entsprechend befreit zeigte sich die „Landkreis-HSG“ in den vergangenen Spielen. Zwar verlor man am letzten Spieltag gegen die Schaumburger, davor konnte man aber unter anderem Northeim einen Punkt abnehmen. Für den VfL auf der anderen Seite dürfte die Saison dank der wiedergefundenen Spielfreude durch sein. Aus den letzten drei Spielen holten die Rattenfänger satte fünf Punkte – damit haben sie ihren Kopf nochmal aus der Schlinge gezogen und befinden sich aktuell auf dem sicheren achten Platz!

SG Achim/Baden vs. TuS GW Himmelsthür. Fans und Interessierte dürfen sich bei diesem Spiel auf ein echtes Keller-Spektakel freuen. Achim/Baden – mit 18 Punkten auf Platz zehn stehend – trifft auf Himmelsthür, die sich mit 17 Punkten auf dem elften Platz wiederfinden. Es kommt also mal wieder zu einem der berühmt-berüchtigten 4-Punkte-Spiele, dessen Ausgang ungewiss sein dürfte. Neben der tabellarischen Situation, dürfte auch ein Parallelspiel zusätzliche Motivation geben: Der SV Alfeld, aktuell auf dem zwölften Platz, hat die Burgdorfer zu Gast. Ausgehend davon, dass der Ligaprimus seine Hausaufgaben macht, könnten sich beide Teams mit einem Sieg ordentlich Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschaffen.

Zwei weitere Spiele folgen um 19.30 Uhr:

MTV Großenheidorn vs. Northeimer HC. Es führt kein Weg dran vorbei: Das Topspiel der Woche findet an diesem Spieltag in Wunstorf statt! Der MTV Großenheidorn hat mit dem Northeimer HC den heißesten Konkurrenten um das zweite Ticket zur 3. Liga zu Gast.  

Zur Ausgangslage: Die Heimmannschaft geht als Jäger ins Spiel. Sie steht mit 35 Punkten aktuell auf dem dritten Platz. Der Gast aus Northeim hat 36 Punkte und befindet sich damit auf dem zweiten Tabellenplatz. Entsprechend würde der Gastmannschaft ein Unentschieden reichen, um die Meerhandballer auf Entfernung zu halten.

Zum Spielerischen: Die Heidorner präsentierten sich in den vergangenen Spielen alles andere als solide. Aus den vergangenen fünf Spielen holte man lediglich 6:4-Punkte, weswegen die Oster-Pause durchaus zum richtigen Zeitpunkt gekommen sein dürfte. Die Northeimer auf der anderen Seite holten im selben Zeitraum 9:1-Punkte, was letztendlich auch dazu geführt hat, dass man den Konkurrenten in der Tabelle überholen konnte.  Ausgehend davon, dass beide Mannschaften ihre letzten beiden Spiele gewinnen, steht und fällt somit alles mit dem Ausgang dieser absoluten Top-Begegnung!

HSG Nienburg vs. HSG Schaumburg. Die „Meerbachspatzen“ stehen seit dem vergangenen Spieltag als zweiter Absteiger fest – mit lediglich zehn Punkten kann das Punktekonto maximal auf 16 steigen – zu wenig, da der einzige einholbare Konkurrent aus Alfeld den direkten Vergleich auf seiner Seite hat. Der 13. Tabellenplatz kann somit nicht mehr abgegeben werden. Nichtsdestotrotz ist die Marschroute klar: Die letzten Spiele sollen erfolgreich gestaltet werden, damit man sich gebührend aus der Regionalliga verabschiedet. Die erste Gelegenheit dafür ergibt sich gegen die im sicheren Mittelfeld stehende HSG aus Schaumburg. Aber Obacht: Ein Selbstläufer wird das sicherlich nicht. Die Schaumburger wissen nämlich vor allem auswärts zu überzeugen.

Weiter geht’s am Sonntag, den 12. April: Der TvdH Oldenburg lädt um 16.00 Uhr zum heißen Tanz. Zu Gast ist der MTV aus Vorsfelde, der damit einen schönen Sonntags-Ausflug quer durchs Bundesland vor sich hat. In diesem Spiel stehen sich der Fünfte und Sechste der Tabelle gegenüber – auf der einen Seite bringt die Ausgangslage eine gewisse Brisanz ins Spiel, auf der anderen Seite geht’s für beide Teams „nur noch“ um den vierten Platz. Dennoch: Für beide Teams wäre das ein großartiger Erfolg, weswegen sicherlich nichts hergeschenkt wird.

Das letzte Spiel des Spieltags bestreiten der SV Alfeld und die TSV Burgdorf II. Um 17.00 Uhr wird diese Partie angepfiffen, deren Ausgang eine nicht ganz unwichtige Rolle im weiteren Verlauf der Saison spielen dürfte. Schließlich braucht der Sportverein aus Alfeld dringend Punkte, da er im Tabellenkeller mit der schlechtesten Ausgangslage in die letzten Spiele geht. Und auch die Burgdorfer haben weiterhin „nur“ einen Vorsprung von zwei (auf Northeim) bzw. drei (auf Großenheidorn) Punkten. Das liest sich vielleicht erstmal gut, wenn man jedoch einen ruhigen Schlussspurt haben möchte, sollte man dieses Spiel zwingend gewinnen.

Frauen

Auch in der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga geht es endlich wieder rund. Nachdem der letzte Spieltag hier sogar noch länger zurückliegt als bei den Männern, dürfen sich Fans und Interessierte nun wieder auf hochklassigen Frauen-Handball freuen! Zwei Spieltage sind hier noch offen und entscheiden über die letzte ungeklärte Frage: Schafft der TV Hannover-Badenstedt II noch den Klassenerhalt oder muss die Drittligareserve den Weg in die Oberliga antreten?

Der aktuelle Spieltag wird doppelt eröffnet. Am Samstag, den 11. April 2026, finden um 16.30 Uhr zwei Spiele statt:

TuS Komet Arsten vs. MTV Rosdorf. Aufsteiger gegen Aufsteiger, Norden gegen Süden! Darüber hinaus ein direktes Duell um den sechsten Tabellenplatz. Auch wenn es in dieser Partie nicht um die ganz großen Plätze geht, muss man die bisherigen Leistungen beider Vereine anerkennen. Sich nach dem Aufstieg so zu präsentieren, ist aller Ehren wert. Mit dem Abstieg hat man über weite Strecken des Saisonverlaufs nichts zu tun gehabt, was das Ziel beider Mannschaften gewesen sein dürfte. Somit kommen jetzt noch zwei Bonus-Spiele, die beide Teams ruhigen Gewissens angehen und genießen können.

TV Hannover Badenstedt II vs. BV Garrel. Im Topspiel der Woche steht die Drittligareserve aus der Landeshauptstadt mit dem Rücken zur Wand: Um überhaupt eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben, muss der TV seine beiden offenen Spiele zwingend gewinnen. Doch damit nicht genug: Parallel darf der Jahn aus Hollenstedt keinen Punkt mehr holen. Die Badenstedterinnen sind also nicht nur auf die eigene Leistung angewiesen, sondern auch auf Schützenhilfe – eine Kombination, die die Ausgangslage zusätzlich verschärft. Es bleibt für die Zweitvertretung also eine Mammutaufgabe – gerade, wenn man sich das Restprogramm anschaut: Erst kommt der BV Garrel, ehe am letzten Spieltag noch der Ligaprimus aus Altencelle wartet. Die Vorzeichen stehen also alles andere als gut – unmöglich scheint in dieser Liga jedoch nichts.

Weiter geht’s um 17.00 Uhr, wenn der TuS Jahn Hollenstedt die Aufsteigerinnen aus Friedrichsfehn/Petersfehn begrüßen darf. Wie bereits erwähnt, reicht dem Jahn ein einziger Punkt, um den Klassenerhalt dingfest zu machen. Eine Niederlage würde dann reichen, wenn der TV Hannover-Badenstedt II im Parallelspiel ebenfalls verliert. FriPe befindet sich noch im Kampf um den dritten Tabellenplatz – zusammen mit dem Wilhelmshavener HV und dem Hannoverschen SC. Ob der Jahn am Ende feiern wird oder ob sich die SG FriPe die Möglichkeit auf Platz drei offenhält, wird sich zeigen.

Wiederum eine Stunde später, um 18.00 Uhr, ist der Wilhelmshavener HV zu Gast beim Hannoverschen SC. Dritter gegen Vierter und auch hier die Möglichkeit, den dritten Platz für sich selbst zu gewinnen. Die Ausgangslage verspricht Spannung pur: Während der Hannoversche SC den Heimvorteil auf seiner Seite hat, reist Wilhelmshaven mit dem klaren Ziel an, die Punkte im direkten Duell mitzunehmen. Viel trennen die beiden Mannschaften nicht – entsprechend dürfte es ein intensives und hart umkämpftes Spiel werden, in dem Kleinigkeiten den Ausschlag geben können.

Am Sonntag, den 12. April, müssen die „Lady-Lions“ der HSG Hunte-Aue Löwen verhältnismäßig früh hoch. Um 14:30 Uhr sind sie beim TV Oyten gefordert – der nächste Halt der Abstiegstournee liegt damit vor den Toren Bremens. Sportlich geht es für beide Teams entsprechend um nichts mehr: Die HSG Hunte-Aue steht bereits als Absteiger fest, während der TV Oyten den Klassenerhalt sicher in der Tasche hat. Die tabellarische Brisanz fehlt also – doch ganz ohne Bedeutung ist die Partie keineswegs. Für die Gastgeberinnen bietet sich die Gelegenheit die Saison mit einem positiven Eindruck abzurunden. Die Lady-Lions hingegen werden alles daransetzen, sich trotz des feststehenden Abstiegs würdig zu verabschieden.

Das letzte Spiel des Spieltags wird im Norden angepfiffen: Die HSG Stade/Fredenbeck empfängt den Ligaprimus aus Altencelle. Die sportliche Ausgangslage ist auch hier bereits geklärt. Während Stade/Fredenbeck den Klassenerhalt sicher hat und entsprechend ohne Druck aufspielen kann, steht auch fest, dass Altencelle an der Aufstiegsrelegation teilnehmen wird. Punkte sind für beide Teams also nicht mehr von Relevanz – wohl aber der Eindruck, den man hinterlässt. Gerade für die Gäste bietet sich die Chance, die verbleibenden Spiele gezielt zu nutzen, um sich optimal auf die bevorstehende Aufstiegsrunde vorzubereiten. Abläufe verfeinern, Form konservieren und Selbstvertrauen tanken – all das dürfte im Fokus stehen. Doch auch Stade/Fredenbeck wird sich vor heimischem Publikum keinesfalls kampflos ergeben. Ohne den Druck im Tabellenkeller kann die HSG locker aufspielen und möchte die Saison mit einem positiven Erlebnis abschließen.

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